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Mastbruch

Diese Nachricht gehört wohl zum Schlimmsten, die einem Segler widerfahren kann. Am 30 Januar 2012 wurde dieses Schreckensszenario für den schwedischen Segler Stig Lundvall vor der Küste von KwaZulu Natal (Südafrika) Realität.

Ein Sturm entmastete das 26 Fuß kleine Segelboot „Sea Star“, welches sich auf dem Weg von Falmouth (Großbritannien) nach Australien befand.

MastbruchErst nach 80 langen Tagen auf hoher See erschien die Rettung in Form eines griechischen Frachters. Bevor er abgeborgen wurde, hatte Stig noch 1 Signalrakete und 10 Liter Wasser an Bord. Ihm war klar, dass sein kleines Schiff von dem Frachter nicht gesehen wurde. Wochen zuvor hatte er von den 3 ursprünglich vorhandenen Signalkörpern 2 abgeschossen ohne, dass sie von den vorbeifahrenden Schiffen registriert wurden.

So wartete Stig geduldig ab, bis der Frachter nahe genug an ihn herangekommen war, als der den Abzug deiner letzten Notrakete betätigte. Bis das große Schiff anhalten konnte, verging noch einige Zeit. „Es war ein herrliches Gefühl, als ich erkannte, dass der Frachter langsamer wurde“ so der glückliche Schwede.

Die 80-tägige Odyssee zehrte an der Substanz. Von den ursprünglich 85 kg hat der Seemann 20 kg verloren. Hauptsächlich Muskelmasse. Er war nur noch Haut und Kochen und war sehr schwach. Stig hatte Schwierigkeiten zu gehen.

Der Koordinator des MMRC (Maritime Rescue Coordination Center) in Kapstadt, Danny Jenni, wurde am 27. Februar von einem Freund Lundvalls über die Überfälligkeit informiert. So wurde an alle im Seegebiet befindlichen Schiffe eine Suchmeldung gesandt.

Auch nach eineinhalb Monaten blieb die kleine Yacht verschollen. Die MMRC der umliegenden Länder wie Reunion wurden ebenso informiert wie die in Australien und Neuseeland, da die Möglichkeit nicht auszuschließen war das sich die „Sea Star“ dorthin bewegte.

Stig selbst wähnte sich ca 400 Meilen außerhalb Durbans. Tatsächlich erfolgte die Rettung ca. 350 Meilen von Richards Bay fast 100 Meilen weiter nördlich.

Die Katastrophe ereignete sich um etwa 3 Uhr morgens in einem schweren Sturm. Schlafen war aufgrund des Lärmes den der Sturm verursachte praktisch nicht möglich. Durch den Verlust des Mastes büßte das Schiff auch die Antenne ein und verlor damit die Möglichkeit eines Hilferufs. Ein Back-up befand sich nicht an Bord.

So blieb dem Schiffbrüchigen nichts anderes über als seine Vorräte, allem voran das Wasser zu rationieren. Er versuchte Regen aufzufangen, um so die Wasservorräte zu ergänzen.

Die in dieser Region herrschenden Strömungen trieben die Yacht häufig im Kreis. Das errichtete Notrigg war gegen die Strömungen nur wenig wirksam.

Auf die Frage ob er wieder segeln würde antwortete Stig Lundvall: „Oh ja, aber nur mehr in Küstennähe und keine Ozeanüberquerungen!

   
   
   

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