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Piratensituation Somalia Mai 2013

Für eine Weltumsegelung gibt es ab Südost Asien 2 Möglichkeiten zurück nach Europa zu kommen.

  • Der Weg über das Kap der Guten Hoffnung, welches nicht ohne Grund auch Kap der Stürme genannt wird
  • oder die Route durch das Rote Meer.

Sie sind beauftragt, Aufklärung zu betreiben und die mutmaßlichen Piratenschiffe und Ruderboote zu lokalisieren und zu stoppen. Bild:  http://eunavfor.euDie Letztgenante erfreute sich bis vor einigen Jahren einer zunehmenden Beliebtheit. Mit der Zunahme der Aktivitäten der aus dem verarmten Somalia stammenden Piraten wurde dieser Reiseweg aber immer gefährlicher. Diese Entwicklung betraf nicht nur durchziehende Yachten, sondern vor allem die Berufsschifffahrt war stark betroffen. Die Attacken wurden nicht nur häufiger sonder auch die Brutalität nahm erschreckende Ausmaße an. Im Jahre 2011 erweiterten die Piraten ihren Aktionsradius derart, dass die internationale Staatengemeinschaft zu dem Entschluss gelangte, dem Problem entschlossener entgegenzutreten.

Die Fregatten tragen am häufigsten einen Beitrag zur EU Naval Force-Somalia Operation Atalanta bei. Diese Mehrzweck-Anlagen mit ihren Hubschraubern sind am besten geeignet um die Piraterie-Operationen zu beobachten. Bild:  http://eunavfor.euDie EU Naval Force Aktivitäten waren im Jahre 2012 so erfolgreich, dass sich die Frage aufdrängt, ob eine Durchquerung dieses Seegebietes wieder verantwortet werden kann.

Dazu ein statistischer Rückblick:

2011 wurden 237 Angriffe auf Handelsschiffe registriert, wovon 28 erfolgreich waren.2012 kam es zu 75 Attacken mit 14 Entführungen von Schiffen.

2011  wurden 4 Private Yachten  von Piraten erobert, wobei 10 Geiseln genommen wurden und 5 Todesopfer zu beklagen waren. Ein Crewmitglied konnte befreit werden und für 9 wurde Lösegeld bezahlt.

2012 wurden keine Angriffe auf Yachten gemeldet.

Am 27. Februar 2013 während einer Patrouille im international empfohlenen Transit-Korridor (IRTC) wurde, das Flaggschiff der EU Naval Force-(EU NAVFOR) Somalia - Operation Atalanta, ESPS Méndez Núñez, auf ein Schiff aufmerksam und beschloss Untersuchungen anzustellen.  Bild: http://eunavfor.euFür diese Erfolge, so Konteradmiral Duncan Potts von der EU Naval Force, gibt es mehrere Gründe.
  • Der Einsatz von Bewaffneten Sicherheitskräften auf Handelsschiffen.
  • Die militärische Präsenz im fraglichen Seegebiet und deren hartes Durchgreifen im Aufgreifen mutmaßlicher Piraten
  • und Zerstörung deren Ausrüstung.
  • Zunehmender Intoleranz gegenüber der Piraten sowohl auf nationaler als auch lokaler Ebene.
  • Der Erfolgreichen Zerstörung eines an der somalischen Küste gelegenen Ausrüstungsdepots der Piraten im Mai 2012.

Anfang dieses Jahres kündigte einer der führenden Piraten, „Big Mouth“ Abdi Hassari an, seine Aktivitäten einzustellen.

Er behauptete dabei, dass weitere 100 Piraten dazu bereit waren ihm in diesem Entschluss zu folgen. Es wurde auch immer schwieriger, für die Angriffe neue Männer zu rekrutieren. Es wurde berichtet, dass häufig Familien gefangen genommen wurden, um deren Söhne zu zwingen solange auf See zu bleiben, bis sie erfolgreich waren. Auf diese Weise sollen mehr als 1500 junge Männer umgekommen sein, als ihnen Treibstoff und Wasser auf hoher See ausgegangen waren. Auch der bewaffnete Einsatz auf den Handelsschiffen trug zu dieser Entwicklung bei.

Kontrollen, oder “friendly boardings” werden durchgeführt, um durch Gespräche mit den Besatzungen von Fischer- und Handelsschiffen in der Region zu sammeln, damit diese auch selbst Maßnahmen zum Schutz gegen Piraten ergreifen können.    Bild: http://eunavfor.euDiese auf den ersten Blick erfreuliche Entwicklung bedarf jedoch einer Relativierung!

Der Hauptgrund dafür, dass es 2012 zu keinen Angriffen auf Segelyachten kam, ist einfach darin zu suchen, dass sich keine in dem fraglichen Seegebiet aufgehalten haben. Waren im Jahre 2011 noch Konvois von Seglern aus Thailand ins Rote Meer unterwegs, so wagte sich das folgende Jahr niemand mehr auf diese Route.

EU Naval Force-Kriegsschiffe haben mehrere Besatzungen von Handelsschiffen aus den Fängen der Piraten gerettet. Die befreiten Besatzungsmitglieder erhielten medizinische Erstversorgung sowie Nahrung und Wasser, bevor sie zum nächsten Hafen gebracht werden konnten.  Bild: http://eunavfor.euIst der Weg ins Rote Meer heute für Yachten sicher?

Nach wie vor sind vor dem Horn von Afrika in weitem Umkreis schwer bewaffnete Piraten unterwegs. Ausgerüstet mit Radar, AIS und GPS bringen die Mutterschiffe stark motorisierte Boote ins Zielgebiet. Die Finanziers im Hintergrund versuchen, beispielsweise im Internet, über alle infrage kommenden Opfer Informationen zu sammeln. Schiffsgröße, Ladung, Besatzung usw. werden dann an die Mannschaften Vorort weitergegeben.

Die weiter oben erwähnten Erfolge im Schlag gegen die somalischen Seeräuber haben für Segler eher nachteilige Folgen!

Da sich die Handelsschiffe vermehrt aktiv zu Wehr setzten, greifen die Piraten gerne auf einfachere Ziele zurück. Im Jahre 2011 betrug das durchschnittlich Pro entführter Person bezahlte Lösegeld US$ 400.000,-. Das macht Yachtbesatzungen zu einer vielversprechenden Zielgruppe. Aus Sicht der Piraten ist das deutlich geringere Risiko verbunden mit der zu erwartenden Lösegeldzahlung ein durchaus anzustrebendes Ziel.

Früh am Morgen des 13. Januar kam die Rettung von EU Naval Force-(EU NAVFOR) Kriegsschiff FS Surcouf, für  zehn Seeleute 30 Seemeilen vor der somalischen Küste. Der Kapitän der unter indischer Flagge fahrenden Dhau hatte einen Notruf gesendet, nachdem die Maschine ausgefallen und das Schiff zu sinken begann.  Bild: http://eunavfor.euAm 19. Februar hat die HNLMS De Ruyter Aktivitäten einer Gruppe von mutmaßlichen Piraten etwa 120 Seemeilen östlich von Eyl vor der Küste von Somalia gestoppt. Neun mutmaßliche Piraten wurden festgenommen und an Bord gebracht.  Bild: http://eunavfor.euAm 27. Februar 2013 während einer Patrouille in dem international empfohlenen Transit-Korridor (IRTC) wurde das Flaggschiff der EU Naval Force-(EU NAVFOR) Somalia - Operation Atalanta, ESPS Méndez Núñez, auf eine Dhau aufmerksam und führte eine Begutachtung des Schiffes durch.  Bild: http://eunavfor.eu

Es solle sich niemand von den nackten Statistiken darüber hinweg täuschen lassen, dass die Gefahr über den Indischen Ozean in Rote Meer zu segeln noch nicht gebannt ist.

Von einem Befahren dieser Gewässer ist auch 2013 dringend abzuraten.

   
   
   

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