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Karibik Segeltörn

Details
ein Bericht von Peter Müller

Da der Flug ab Zürich zu einer unchristlichen Zeit morgens um 07:35 Richtung Paris startete, haben wir beschlossen, bereits am Vorabend nach Zürich zu fahren und im Hotel Mövenpick zu übernachten.

Marigot Bay

Susanne und Erich wollten Robin noch ein wenig genießen und folgten uns erst am Samstag nach Zürich. So hatten wir ausgiebig Gelegenheit, Erich’s Aufgaben auf dem Schiff zu definieren. Sein Meisterstück wird sein, den Außenborder nur im Schein einer Taschenlampe im Motorenraum zu revidieren und wieder zusammenzubauen, mit dem Ziel, dass das Dingi schneller läuft als zuvor. Falls Madeleine und Hans allenfalls noch Verlobungsringe bräuchten, würden Erich allenfalls 2 Dichtungsringe fehlen.

Während der langen Wartezeit auf unser Essen in der Appenzeller Stube ging die Fantasie etwas mit uns durch.

Bevor wir uns die kalten Rösti zwischen die Lippen schieben konnten, war natürlich noch die Übung „Gepäck einchecken" angesagt. Wir trafen um 19.10 im Flughafen ein und mussten noch 2 Taschen in Plastik einschweißen. Die Damen fuhren unterdessen zum Hotel zurück. Unsere Befürchtungen wurden am Air France Schalter zur bitteren Wahrheit: ÜBERGEPÄCK. Zuerst hieß es, 76 SFr. für 8 kg bis Paris und weitere SFr. 30.00 pro Kilo von Paris nach Fort de France. Am Schluss fand der nette Herr am Schalter, dass wir ja Taucherutensilien dabei haben könnten. Wir haben nicht wirklich widersprochen und mit EUR 30.00 für alles war die Sache erledigt.

Mit müden Knochen gingen wir nach dem langen Nachtessen auf unsere Zimmer, denn um 05.30 wollten wir uns zum Frühstück treffen.

Samstag, 6. Mai 2006

Unsere Ferien beginnen. Nach einer schlechten Nacht sah Medea noch schlechter aus. Ferry und Claudia wurden nicht geweckt, Hans bekam eine warme Schokolade (würg) und Claudia musste für einen Kaffee SFr. 28.00 bezahlen.

Ein toller Start. Aber pünktlich um 06.30 trafen wir Susanne und Erich vor dem Zoll beim Check-in 1. Mit einem muffigen Jumbolino nahmen wir die erste Etappe unserer Reise unter die Flügel. Pünktlich in Paris angekommen, fanden wir schnell den Weg zur Busstation, nachdem ich dem Zöllner unsere Barschaft aufgezählt habe. Der Bus war schon voll, als er kam, und wurde noch voller. Also haben wir das Gepäck selber reingepackt, damit wir auch alle mitkamen. Nach 50 Minuten Fahrzeit erreichten wir Paris-Orly. Gepäckrolli her, Taschen drauf und ab ging’s. Aber halt, wo zum Teufel ist Medea’s Handkoffer? Im Bus vergessen. Schnell zurück, aber der Bus war schon weg. Verdammter Mist. Medea wurde schon wieder bleich. Aber der nette Chef von Air France Bus hat uns beruhigt. Nach 10 Minuten war der Koffer wieder bei uns. Also weiter zum erneuten Check-in. Keine Warteschlange, aber die beiden großen Taschen mussten wieder separat aufgeben werden, da sie die engen Kurven nicht schafften. Pünktlich um 13.30 schob sich der Jumbo in Bewegung Richtung Karibik.

Wegen starkem Gegenwind erhielt der Flug eine Verspätung von 40 Min. Unser Fahrer erwartete uns schon am Flughafen und um 18.00 konnten wir unser Boot in Empfang nehmen. Ein Traum. Schweißgebadet bezogen wir das Schiff. Nur der Food war nicht da. Der Lieferant konnte das Schiff nicht finden. Er bringt den Food morgen. Zum Abschluss gab es noch ein Nachtessen im Hafenrestaurant. War sehr gut. Lärmende Nachbarn sorgten für eine kurzweilige Nacht.

Sonntag, 7. Mai 2006 Le Marin – St. Lucia Marigot Bay 26 nm

nach St. LuciaFrühaufstehen war angesagt. Inventur wurde ab 06.00 gemacht. Der Hunger trieb uns zur Bäckerei, wo es Kaffee und Buttergipfel gab. Es war schon heiß draußen. Um 08:15 wurden die Lebensmittel geliefert und unser Einkaufsdetachement unter der Führung von Medea war mit diversen Aufträgen unterwegs. Hans und Peter besorgten den Schreibkram und besuchten den Zoll. Um 11.00 erhielten wir die technische Einführung. Alles war ok, außer dass der Diesel vom Vormieter nicht aufgefüllt worden ist. Um 13.30 hieß es Leinen los. Bei Winden um 15kn ging es Richtung St. Lucia, wo wir um 18.00 eintrafen. Die Bucht war schon ziemlich voll, so bezogen wir eine Boje für 30 EC$ und 2 Colabüchsen. Die Stimmung an Bord war gut und das Baden wurde rege benutzt. Mit Reis à la Polysinne wurden wir von den Köchinnen und Köchen verwöhnt. Für den Ausgang waren wir aber zu müde. Somit gab es für Ferry und Peter, der zum Captain befördert wurde, noch ein Bier auf dem Schiff.

Montag, 8. Mai 2006 St. Lucia Marigot Bay – St. Vincent Petit Bayhout 50 nm
Ferry's Geburtstag

St. LuciaUm 05:30 war Tagwache. Ein langer Tag lag vor uns. Um 06.00 starteten wir die Motoren und nahmen das Frühstück während der Fahrt nach St. Vincent ein. Im Süden von St. Lucia warteten wir lange auf den Wind. Er kam dann mit etwas Verspätung und wir fuhren mit 7 Knoten Richtung St. Vincent. Kurz vor der Insel wurden wir mit Wellen aus allen Richtungen etwas durchgeschüttelt. Nach dem Besuch der Wallylabou Bay mit den Kulissen von „Piraten der Karibik“ und einem Badestopp auf dem offenen Meer erreichten wir müde Petit Bayout, wo wir nach 50 Meilen an einer Boje festmachten. Mit Freude wollten wir das Dingi ausprobieren. Aber weit gefehlt. Keine Spur von Tempo. Der Motor lief wie ein 6 PS. Keine Spur von Power. Hans hat fachmännisch den Motor geöffnet und wir fanden einen Zünddeckel, welcher nach Kontakt lechzte. Nun lief das Beiboot und wie. Ferry und Erich absolvierten die Dingi Prüfung. Die Bestellung für das Nachtessen wurde am Boot vom Küchenchef persönlich entgegen genommen. Um 18:30 verschiffte die Crew zum Strand, wo wir über den schwarzen Sand Festland betraten. Das Dinner war super und die Mengen mehr als genug. Im Mondscheinlicht fuhren wir zum Boot zurück, nachdem wir USD 520.00 für das Nachtessen bezahlt haben. Die Nachtruhe war vor allem im Steuerbordbug leicht gestört von einer Boje, welche ständig an das Boot klopfte.

   
   
   

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