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Korsika und Sardinien

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Ein Bericht der SY Dude

Anfang Juli ist der Wind günstig und wir haben eine wunderschöne Überfahrt nach Korsika. Nach einem schönen Segeltag rauschen wir durch eine sternenklare, warme Nacht und sind im Morgengrauen bereits im Süden Korsikas. Baie de San Ciprianu, Korsika

Der Anker fällt in der türkisklaren Bucht von San Ciprianu. Hier gefällt es uns so gut, dass wir erst einmal eine Woche bleiben. Wir baden, schnorcheln, arbeiten am Boot und perfektionieren unsere Fertigkeiten im Beachball. Der flach ins Wasser abfallende Sandstrand ist hierfür bestens geeignet.


BonifacioDoch auch die Kultur kommt nicht zu kurz. Wir verlegen uns nach Porto Vecchio und mieten dort für zwei Tage ein Auto mit dem wir über die Insel brausen.

Wir sind restlos begeistert von dieser wunderschönen vielseitigen Insel. Insbesondere die alpine Bergwelt und die Ausgrabungsstätte von Filitosa bleiben uns in Erinnerung. In Filitosa wurden 4000 Jahre alte Menhir Statuen gefunden. Viele der Statuen stellen Menschen dar, deren Gesichter, Helme und in Stein gehauene Schwerter und Rüstungen die Jahrtausende überdauert haben.

Das Wetter ist stabil und so wagen wir uns in die berüchtigte Straße von Bonifacio. Wir verbringen eine Nacht auf Lavezzi, einem wild zerklüfteten unbewohnten Felshaufen mitten in der Straße von Bonifacio. Abendstimmung auf LavezziDie Granitformationen und die wilde Landschaft, die wir nach der Abfahrt des letzten Ausflugsbootes ungestört genießen, sind überwältigend. Von den rauhen Bedingungen, die hier insbesondere im Winter herrschen zeugt der Friedhof der Insel, auf dem die 773 Opfer der Fregatte “Semillante” beerdigt sind. Die “Semillante”, auf dem Weg in den Krimkrieg, zerschellte an einem mistralgepeitschten Wintertag des Jahres 1855 an einer der vielen gefährlichen Klippen der Insel und sank mit Mann und Maus, Offizieren und Mannschaft. Es gab keinen einzigen Überlebenden dieser Katastrophe. Uns gruselt bei der Besichtigung des einsamen Friedhofs.

Nächste Station ist das berühmte Maddalena Archipel, das schon wieder zu Italien gehört. Wir sind jetzt im Juli auf überfüllte Buchten gefasst, erleben jedoch eine Überraschung. Obwohl es Wochenende ist hält sich der Andrang in Grenzen. Eine Erfahrung die wir während unserer gesamten Zeit auf Sardinien machen. Oft sind wir in wunderbaren Buchten entweder allein oder mit zwei oder drei anderen Yachten.Ankerplatz Cala Giorgio

Ankerplatz Cala Giorgio im Maddalena Archipel, wunderschön gelegen zwischen den Inseln Razzoli, Santa Maria und Budelli

Gemütlich bummeln wir an der Ostküste Sardiniens entlang nach Süden. Wir besuchen die Schönen und Reichen an der Costa Smeralda und wettern eine kurzweilige Mistralphase in Porto Cervo ab. Auf den Luxusyachten gibt es immer etwas zu beobachten, das Geschehen bietet Lästerstoff in Hülle und Fülle. So ist das Fernglas ein hartumkämftes Gut. Die Cala Sisine im Golfo die Orosei ist einer der beeindruckendsten Ankerplätze der bisherigen Reise. Zwischen hochaufragenden Felswänden versteckt sich ein weißer Strand. In den Dünen ist eine urige Kneipe. Dort genießen wir abends frische Muscheln, Spagetthi alle Vongole und herrlichen gegrillten Schwertfisch.

Schließlich erreichen wir Cagliari, wo wir das erste Mal seit zwei Monaten gebührenpflichtig im Hafen liegen. Wir nutzen die Zeit um uns mit italienischen Köstlichkeiten zu verbunkern. Wir müssen unsere Einkäufe nicht einmal selbst schleppen, der Supermarkt liefert direkt auf das Boot.Großeinkauf Das unbegrenzte Süßwasser nutzen wir um DUDE außen zu entsalzen und innen gründlich zu reinigen. Abends gehen wir aus. Ein kostenloses Livekonzert beim Hafen und ein Straßenfest bei dem es Essen und Trinken gratis gibt lassen die Bordkasse lachen. Da leisten wir uns gleich das beste Eis der Reise im “Isola di Gelati”.

Nach zwei Tagen ziehen wir völlig erschöpft, aber mit dem Gefühl die Zeit gut genutzt zu haben weiter.

Einen Tag später kommt Starkwind auf - genau von vorne. Angesagt sind bis zu 8 Beaufort aus Nordwest. Wir laufen die nach Norden und Westen gut geschützte Bucht Porto Zafferano im Golfo di Teulada an. aufkommender StarkwindDer Segelführer beschreibt die Bucht als militärisches Sperrgebiet in dem nur in den Monaten Juli und August geankert werden darf, das kann ja heiter werden. Wir erleben jedoch eine Überraschung. Die Bucht liegt zwar in völliger Einsamkeit und ohne jegliche Versorgungsmöglichkeiten (nicht einmal Handyempfang gibt es), ist jedoch von einzigartiger Schönheit. Kristallklares Wasser, weiße Dünen und Macchia bewachsene Hügel bilden die Kulisse der nächsten Tage. Mit dem Fernglas sehen wir die Brecher draußen auf See. Wir liegen jedoch vollkommen geschützt und verbringen die Tage mit baden, Brot backen (das erst Mal), lesen und Karten spielen. Wir könnten noch ewig bleiben, es ist jetzt aber schon Anfang August und wir wollen weiter auf die Balearen...

   
   
   

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