free templates joomla
   

Törn Bericht Sardinien

Details

Ein Bericht von Peter Müller

Voller Freude trafen wir 10 Minuten zu früh bei Susanne und Erich in Niederuzwil ein. Schnell fand das Gepäck seinen Platz im Auto und schon fuhren wir Richtung Altenrhein, wo wir bereits um 07.40 ankamen.

Samstag, 07.09.2013  - 7.5 Meilen
Teilnehmer

Peter Müller, Medea Schmuki Müller, Erich Brücklmeier, Susanne Brücklmeier, Ferry Poloniato, Claudia Poloniato;

endlich Urlaub

Wir benutzten die Vorfahrt um das Gepäck direkt vor dem Flughafengebäude ausladen zu können. Das Einchecken konnte schon beginnen während Claudia und Ferry sich noch bei Medea über den genauen Weg erkundigten. Medea und ich hatten 3 kg zu viel im Gepäck und die Dame am Schalter hatte ihre Vorschriften. Wir mussten je total 30 Kg einhalten und warteten somit bis Claudia und Ferry am Flughafen eintrafen. Kaum gedacht, schon waren sie da und wir verteilten das Gepäck um, so dass nun alle um die 30 kg pro Paar hatten. Die Fahrzeuge konnten auf einem reservierten Parkplatz der Firma High Life kostenfrei abgestellt werden. Wir genossen noch einen schnellen Kaffee im Flughafen Restaurant und schon wurde der Abflug aufgerufen. Bis aber alle Passagiere im kleinen Gate ankamen, dauerte es schon noch einige Zeit, bis wir dann unsere Plätze im Flugzeug von Intersky einnehmen durften.

es gerht losUm 09.00 hob die Maschine ab und flog zuerst eine Schlaufe Richtung Lindau, wobei wir uns schon fragten, ob jemand nicht wusste wo Sardinien lag. Aber die Frage wurde bald beantwortet als der Flieger eine grosse Linkskurve nahm. Nun ging es Richtung Olbia. Schon bald sahen wir einen grösseren See unter uns, und wir diskutierten, ob dies vielleicht schon der Garda See sein könnte, aber es stellte sich heraus, dass es erst der Zürichsee war :-) Die Berge waren wolkenverhangen und wenig später erblickten wir Genua und das Meer von oben.

Um 11.10 landeten wir pünktlich in Olbia, wo wir unser Gepäck vollzählig entgegen nehmen konnten. Ferry und ich suchten den Schalter der Mietwagenfirma auf, während sich der Rest der Crew die Wartezeit im Restaurant verkürzte. Es schien, dass wir nicht die billigste Autovermietung gewählt hatten, da bei uns keine Leute vor dem Schalter warteten. Schnell war der Papierkram erledigt und wir suchten unseren Wagen mit dem Gepäck auf dem Parkhaus hinter dem Gebäude. Zuerst hatten wir Angst, dass nicht alles Gepäck im Renault Senic Platz hätte, aber schliesslich fuhren Erich, Claudia, Ferry und ich Richtung Portisco. Nach dem Ausladen des Gepäckes warteten Erich und ich, bis wir mit dem Check In des Schiffes beginnen konnten, während Ferry und Claudia wieder zum Flughafen zurückfuhren, um mit dem Rest der Crew zum Supermarkt zu fahren.

die YachtUm 13.10 konnte ich mit dem Papierkram für die Schiffsübernahme beginnen und um 14.30 durften wir auf das Schiff. Erich und ich begannen mit der Checkliste und bearbeiteten Punkt um Punkt. Bald kam auch das Einkaufsdetachement vom Supermercado zurück und der Wocheneinkauf wurde auf dem Schiff verladen. Nun musste nur noch das Mietauto zurückgebracht warden, und wir konnten lossegeln. Dies dauerte aber wegen grossem Verkehrsaufkommen etwas länger als angenommen, aber schliesslich konnte unsere Reise um 17.15 losgehen. Wir wollten nicht die erste Nacht im Hafen verbringen und fuhren 7.5 mn bis Golfo Pevero unter Motor, wo wir das erste Mal den Anker setzten.

Sonntag, 08.09.2013 - 30 Meilen

Nach dem Frühstück fuhren wir unter Motor Richtung Porto Cervo, wo wir eine kleine Hafenrundfahrt machten, um all die Schiffe  des Rolex Cups zu bestaunen.

Der Weg führte uns weiter Richtung Palau, wobei wir allerdings den Motor benutzen mussten, da der Wind nicht vorhanden war. Wir liessen Palau links liegen und entschlossen uns, bei der Insel Budelli einen Mittagshalt einzulegen. Der Tipp von Susanne war einfach perfekt. Bei sonnigem Wetter konnten wir das warme Wetter geniessen und wurden von Ferry mit einer Dorade auf Gemüse aus dem Ofen verwöhnt.

Nach dem Essen kam der Wind mit guten 15 Knoten aus Westen und wir entschlossen uns, nach Korsika zu segeln mit dem Ziel, die Nacht in der Bucht von Rondinara zu verbringen. Natürlich musste noch vor dem Mittagessen das Beiboot mit dem 15PS Honda ausprobiert werden. Freude herrschte bei unserem Skipper.  Die Überfahrt nach Korsika war super schön und wir erreichten die Bucht früh genug, um den schönen Ankerplatz zu geniessen. Da wir Zucker vergessen hatten, kombinierten wir dessen Beschaffung mit der Entsorgung des Abfalles, welcher direkt in der Strandnähe deponiert werden konnte. In der Nacht frischte der Wind auf 15 Knoten auf, aber mit 30 m Kette bei 4 Meter Wassertiefe konnten wir sehr ruhig schlafen.

Montag, 09.09.2013 - 22.5 Meilen

Am Morgen checkten wir das Wetter mit Francesco, dem Basisleiter von North Sardinia Sail, und er meinte, es wäre ok, wenn wir nach Bonifacio fahren würden. Der Wetterbericht hatte 16 Knoten Wind, am Schluss waren es aber bis 28 Knoten.

Wir setzten bereits beim Auslaufen 2 Reff ins Grosssegel und waren so auf der sicheren Seite. Nachdem wir den Schutz von Lavezzi verlassen hatten, wurden die Wellen grösser und wir wurden ordentlich durchgeschüttelt. Ein lauter Knall erschrak uns sehr und wir mussten feststellen, dass die Lazy Jacks auf der Steuerbordseite gerissen waren. Eine genauere Inspektion zeigte, dass die Halterung an der Saling gebrochen war. Zudem hatte sich die Gastlandfahne verwickelt. Das Bergen des Gross bereitete uns schon etwas Mühe, aber mit vereinten Kräften konnten wir trotz Wellengang das Segel bändigen und wir zurrten es zusammen. Der Weg unter Motor war noch lange, da wir nur mit gut 3 Meilen pro Stunden vorwärtskamen gegen Wind und Wellen. Aber schliesslich hatten wir es geschafft und fuhren in den Hafen von Bonifacio ein.

Aber auch hier gab es 14 Knoten Wind, wenigsten nicht von der Seite. Das Manöverieren im engen Hafen und zwischen den vielen Ausflugsbooten erforderte die Aufmerksam von allen. Uns wurde ein Platz am Kopf des Steges angewiesen. Mit vereinten Kräften unterstützt von anderen Seglern an Land konnten wir den Cat ohne Schaden festmachen. Wasserfüllen, Strom anschliessen, Mittagessen, Hafenmeister besuchen waren die nächsten Punkte. Bei einem Shipchandler erstanden wir 40m Leine und schon konnten wir mit der Reparatur der Schäden beginnen.

Mit dem Bootsmannstuhl fuhr Peter bis zur 2. Saling hoch und konnte die Lazy Jacks wieder funktionsfähig machen. Danach kamen die beiden Wimpelleinen dran. Zum guten Gelingen der Reparaturen gabs es als Dank für alle ein Bier. Gegen 18.00 statteten wir der oberen Stadt einen kurzen Besuch ab, um dann ein Kaiseressen an Bord geniessen zu dürfen. Am späteren Abend erhielten wir noch Besuch von Hans aus Wienacht mit seiner Crew. Wir tauschten etwas Erfahrungen aus und die Zeit verging wie im Fluge. Die Nacht war sehr ruhig, obwohl der Wind teilweise mit 20kn durch den Hafen pfiff.

Dienstag, 10.09.2013 - 16 Meilen

Der heutige Tag steht unter dem Motto "wir stehen etwas früher auf", damit wir nicht vom Wind durchgeschüttelt werden. Um 07.00 schickten wir Claudia zur Bäckerei, frisches Brot ist halt eine feine Sache. Nach dem Frühstück wurden noch die letzten Kommissionen erledigt und um 08.30 legten wir mit einem gekonnten Manöver ab. Gespannt waren wir auf das Meer draussen vor der Bucht. Aber die Wellen waren moderat und mit vollem Vorsegel und gerefter Gross fuhren wir mit einer Geschwindigkeit von bis zu 9.2kn Richtung Sardinien.

Unsere Übernachtung fanden wir in der Porto Puddu, wobei der Ankerplatz, welcher in den Unterlagen beschrieben ist, eher zu windig war. Peter und Erich erkundigten mit dem Dinghy die Bucht südlich von da und fanden ganz am Ende den kleine Hafen Serana.

An einer Boje wurde festgemacht und wir genossen den feinen Thonsalat. Wir beschlossen ( ausser Erich und Medea) der Stadt Maddalena eine Besuch abzustatten. Das Taxi bestellten wir auf 14.00 und in Palau bestiegen wir die Fähre nach Maddalena. Wir schlenderten durch die Gassen, wobei es leider leicht regnete. Ein Coretto Grappa durfte aber nicht fehlen. Mit dem gleichen Taxi fuhren wir wieder zum Hafen zurück, wo wir um 17.00 wieder eintrafen. Wegen Regen mussten wir das Essen zum ersten Mal seit Langem im Salon einnehmen, da es draussen einfach zu kalt war.

   
   
   

Revierberichte - Segelberichte -  einsenden

Du willst von deinen Erlebnissen und Erfahrungen berichten, viele Menschen mit Geschichten über neue und andere Kulturen faszinieren? Du willst andere an deinem spannenden Segelerlebnis teilhaben lassen? Du hast die Möglichkeit deine Revierberichte oder Segelberichte, mit unserem Formular zu senden. Wir danken schon jetzt für deine Bemühungen. cool image
   

Wer ist online  

Aktuell sind 94 Gäste und keine Mitglieder online

   

Login  

Bitte hier anmelden oder Registrieren, wenn du alle Beiträge sehen und nutzen möchtest!

 Bitte wähle deine Sprache aus dem Menue!
   

translate

   

Meine Forumsbeiträge

Forum offline
   
© 2011-2016 Globalsail.info