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Tahiti und die Gesellschaftsinseln

Details

Ein Bericht der SY September

Aus dem Morgengrauen wächst ein mit Wolken verhangener Berg heraus. Tahiti! Ein klingender Name der schon viele Südseeträume bestimmt hat.

Der Berg ist der 2.238m hohe Orohena, die höchste Erhebung im südlichen Pazifik zwischen Südamerika und Australien. Wir segeln vorbei am Point Venus der seinen Name von der Erforschung der Venus erhielt, die der berühmte Entdecker Kapitän Cook 1769 hier durchführen ließ. Hier steht auch der einzige Leuchtturm französisch Polynesiens.

Die Anmeldung für die Erteilung der Einfahrterlaubnis in den Hafen der Hauptstadt Papeete wird uns per Funk erteilt. Gleichzeitig erhalten wir auch die Erlaubnis innerhalb des Ringriffs an die Westseite von Tahiti zu fahren. Das ist nötig da wir dabei 2 Mal die Start- und Landebahn des internationalen Flughafens „Faa’a“ (kein Druckfehler – und ausgesprochen FA A A) kreuzen. Der Flughafen ist die Drehscheibe des Pazifiks und entsprechend ist der Luftverkehr. Gleich hinter dem Flughafen ankern wir vor einem Luxushotel und nur wenige hundert Meter von der Marina Taina entfernt. Die Marina zeigt schon von weitem eine beeindruckende Reihe von Luxusyachten. Segelboote mit mehr als 30m Länge liegen aufgereiht neben ebenso große Motoryachten; zum Teil mit Hubschraubern an Deck.

Wir dürfen die Marinastege fürs Beiboot kostenlos nützen. Nur wenige hundert Meter außerhalb der Marina finden wir ein riesengroßes Einkaufszentrum in dem wir all die Köstlichkeiten finden die wir die letzten Monate so vermisst haben. Frisches Fleisch und frische Milch und vor allem … knuspriges Baguette!

Gegenüber dem Einkaufszentrum ist auch eine Haltestelle von „Le Truck“ einem sehr preiswerten Bussystem hier in Tahiti. Damit ist man im Nu in Papeete.

Von dieser Metropole haben wir bisher nicht viel Gutes gehört. Laut und schmutzig wird immer wieder geklagt. Umso erstaunter sind wir als wir die 26.000 Einwohner zählende Hauptstadt französisch Polynesiens erstmals besuchen. Natürlich ist der Straßenverkehr enorm aber niemand darf von der größten Stadt des östlichen und mittleren Pazifiks ein schlafendes Fischerdorf erwarten. Und der Schmutz ist in Europa mit Sicherheit schlimmer!

So genießen wir eine Tasse Kaffee in einem Bistro und besuchen den bekannten Markt. Die zentrale, einstöckige Markthalle bietet den lokalen Fischern und Gemüsebauern eine Gelegenheit ihre Produkte an den Mann/Frau zu bringen. Darüber hinaus gibt es auch Souvenirläden und einige Möglichkeiten sich den Magen voll zu schlagen.

Aber Tahiti bietet mehr! So mieten wir gemeinsam mit einem anderen Seglerpaar einen Kleinwagen und umrunden Tahiti. Eigentlich ist Tahiti eine Doppelinsel bestehend aus Tahiti und Tahiti Iti. Verbunden durch eine kleine Landbrücke und umgeben und geschützt von einem gemeinsamen Ringriff. Dieses Ringriff hat einige Einfahrten und erlaubt so, den Menschen rund um das Inselpaar zum Fischen aufs offene Meer zu gelangen.

Als erstes wollen wir den Aussichtspunkt „Belvedere“ besuchen. Dieser liegt in 1300m Seehöhe und bietet einen atemberaubenden Ausblick über die Nordwestseite Tahitis mit Papeete im Vordergrund, dem Flughafen im Hintergrund und Moorea in ca. 15Sm Entfernung. Anschließend fahren wir zum Point Venus um den Historischen Ort nicht nur von der Seeseite zu sehen. Hier befindet sich auch eine Liste mit den Namen aller Besatzungsmitglieder der Bounty. Und viele kennen wir aus den Filmen. Immer wieder freundlich gegrüßt von den steht’s gutgelaunten Polynesiern.

An dieser Stelle ein Zitat vom 2. Europäer der 1768 (nach Wallis 1767) diese Insel besucht hat.

Louis Bougainville:

Diese Insel schien mir so beschaffen, dass ich ihr schon den Namen Utopia beilegte. Der Name, den ich ihr bestimmte, kam einem Lande zu, vielleicht dem Einzigen auf Erden, wo Menschen ohne Laster, ohne Vorurteile, ohne Mangel und ohne inneren Zwist leben. Geboren unter dem schönsten Himmelsstrich, genährt von den Früchten eines Landes, das fruchtbar ist, ohne bebaut zu werden, regiert eher von Familienvätern als von Königen, kennen sie keinen anderen Gott als die Liebe; jeder Tag ist ihr geweiht, die ganze Insel ist ihr Tempel, alle Frauen sind ihre Priesterinnen, alle Männer ihre Anbeter……

Wir fahren weiter die Ostküste entlang, vorbei am ehemaligen Ankerplatz der Bounty. Dieser Abschnitt ist heute fast unbewohnt. Über die kleine Landbrücke fahren wir an die Südküste von Tahiti Iti. Hier befindet sich ein unter Surfern sehr bekannter Ort. Taehupoo; vor 4 Wochen haben hier die Weltmeisterschaften im Wellenreiten stattgefunden. Die Strandlokale zeigen stolz die Erinnerungsfotos mit bis zu 13m hohen Wellen! Die Küstenstrasse entlang, vorbei am Paul Gauguin Museum, dem Botanischen Garten zu den Grotten von Teanateatea. Überall beeindruckende, überquellende Natur. Blumen in allen Größen und Farben.

Die historische Opferstätte Marae Arahurahu ist unser nächstes Ziel. An diesen Opferstätten wurden nur Männer geopfert. Angeblich, da die Frauen für die Nachkommenschaft sorgen.
Ein langer Tag neigt sich langsam dem Ende zu und wir wollen zurück zu den Schiffen.

Der nächste Abend ist wieder Papeete gewidmet. An der Uferpromenade ist die allabendliche Hauptattraktion von Papeete zu finden. Das „Le Rundel“. Kleinlastwagen als Kostellen umgebaut treffen sich jeden Abend hier. Schnell sind Tische und Stühle aufgebaut. Hier hat nun jeder die Möglichkeit, ein preiswertes, international gemischtes Essen zu erstehen. Von der Pizza über Spezialitäten aus Reunion (eine französischen Insel im Indischen Ozean) bis zum ganzen Kalb am Spieß reicht das Angebot. Den Abschluss krönen wir mit „Crepes Suzett“.

   
   
   

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