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Vanuatu

Details

Ein Bericht der SY Taurus

Vanuatu ist eine rund 500 NM lange Inselkette, die aus 13 Hauptinseln und über 70 kleineren Eilanden besteht. Es liegt zwischen Neukaledonien, den Salomonen und Fidschi.

Da diese Inselgruppe nicht gerade mit sicheren Ankerplätzen gesegnet ist, wird sie trotz ihrer vielen Attraktionen, geologischer und kultureller Natur (Vulkane, dem Cargo-Cult, den Landdivern, …) nicht sonderlich häufig besucht. Noch bis vor kurzer Zeit musste man erst in Port Vila oder Luganville einklarieren und durfte erst dann die restlichen Inseln besuchen. Es lag in der Natur der Sache, dass die am Rande gelegenen Inseln wie Tanna und Anatome im Süden, sowie die Banks und Torres Inseln im Norden nur selten angefahren wurden.Vanuatu

Zum Glück hat sich das jetzt geändert und man hat drei weitere offizielle „Ports of entry“ an den Rändern der Inselgruppe installiert. Aufgrund des vorherrschenden SO-Windes kann man somit bequem und einfach alle Inseln absegeln, dies ließ die Zahl der Cruiser in den letzten Jahren doch erheblich ansteigen. Generell sind die Einheimischen hier eher reservierter als z.B. in Fidschi. Wenn jedoch erst mal das Eis gebrochen ist, sind sie genau so herzlich wie im Rest der südpazifischen Inseln, man darf sich nur nicht abschrecken lassen. Die Amtssprachen sind neben dem einheimischen Bislama auch englisch und französisch.

Die besten Ankerbuchten

Formalitäten:

Die Haupteinklarierungshäfen sind Port Vila auf Efate und Luganville auf Espiritu Santo, die neu hinzugekommenen Ports of entry sind Analgawat auf Anatom, Lenakel auf Tanna und Port Patterson auf Vanua Lava.

Wie üblich hat man die Q-Flagge zu führen, einen Anruf auf UKW 16 zu tätigen, sich an der Quarantäneboje festzumachen und anschließend abzuwarten. Meist kommen die Vertreter des Zolls, der Quarantäne sowie der Einwanderungsbehörde an Bord, die Formalitäten gehen sehr zügig und unproblematisch vonstatten. Die Kosten dafür belaufen sich auf 3.000,--VT für Quarantäne, 3.000,--VT für Customs sowie 4.800,--VT für die Immigration (der Umrechnungskurs ist ca. 1€ = 110VT). Offiziell gibt es viele Lebensmittel, die man nicht einführen darf (Fleisch, Eier, Käse, Nüsse, Samen,…), jedoch haben wir nie gehört, dass diese Regelung von der Quarantäne auch exekutiert wurde. Nach Erledigung dieser Formalitäten bekommt man ein Aufenthaltsgenehmigung von einem Monat sowie ein Cruisingpermit bis zum nächsten „großen“ Hafen. Will man länger als ein Monat bleiben kann bei der Immigration gegen Bezahlung von weiteren 3.000,--VT/Person eine Verlängerung von weiteren vier Monaten bekommen. Es ist wesentlich bequemer dies gleich bei der Einreise zu erledigen als im Nachhinein. Bei der Ausreise sind für das erste Monat 7.800,--VT und für jeden weiteren Tag 100,-- VT (ca. 3.000,-- VT/ Monat) als Leuchtfeuergebühr zu bezahlen, dies sollte man nicht vergessen und sich genug lokale Währung aufheben (nehmen keine Kreditkarte oder Devisen).

Dies gilt jedoch nur für die beiden Haupt-Einklarierungshäfen. In den anderen ankert man einfach, fährt an Land und fragt sich nach dem Dorfpolizisten durch. Dieser kann jedoch nur Custom und Quarantäne abwickeln, nicht jedoch die Immigration. Dies bedeutet, dass man innerhalb eines Monats in einem der beiden Haupthäfen erscheinen muss. Es sei denn es hält sich gerade ein Immigrationsbeamter an Land auf, dies ist z.B. in Anatom nicht so selten, da er benötigt wird wenn eines der großen Kreuzfahrtschiffe dort einklarieren möchte. In diesem Fall kann man die Immigration sowie die Aufenthaltsverlängerung gleich vor Ort machen.

Das Ausklarieren ist sehr einfach (nicht zu vergessen ist die Leuchtfeuergebühr in lokaler Währung) kann jedoch im Augenblick nur in den beiden Haupthäfen erfolgen, trotzdem ist es allgemein üblich und von den Behörden geduldet, danach (ca. 1 Woche) weitere Inseln anzufahren.

Anatome (Aneityum)

Im Südwesten der Insel, sicher hinter einer gepflegten Sandinsel (Mystery Island) liegt die große Bucht von Analgawat. Sie zählt zu einem der sichersten Ankerplätze in Vanuatu. Seit man hier auch einklarieren kann wird sie von den meisten Yachten von Fidschi, Neukaledonien, Australien oder Neuseeland kommend als erstes angefahren. Die Einklarierungsformalitäten können schnell und einfach beim Dorfpolizisten durchgeführt werden, sein Büro – eine kleine weiße Hütte mit einem Flaggenmast davor - leicht erkennbar durch ein kleines, offenes, weiß-blaues Boot mit der Aufschrift „Police“ welches meist genau davor liegt. Ca. 50m links der Polizeistation gibt es eine Bank, welche zwar über keinen ATM verfügt jedoch jede gängige Währung in Vatus (VT) tauscht. Die Einkaufsmöglichkeiten sind sehr beschränkt. Das vorgelagerte Riff steht unter Naturschutz und bietet daher tolle Schnorchel und Taucherlebnisse, desweiteren kann man in einem Halbtagesausflug zu einem Wasserfall wandern, die Einheimischen bieten sich gerne als Führer an. Wenn mehrere Schiffe beisammen liegen, wird auch ein Islandbuffet mit Folklore und Kavaverkostung angeboten. Außerdem ist es dort ideal um ein passendes Wetterfenster für die Besichtigung des Vulkans auf Tanna abzuwarten, denn Port Resolution ist nicht bei allen Windbedingungen zu empfehlen.

Vulkanausbruch Mount Yasur

Tanna

Diese Insel verfügt über zwei Häfen, der eine ist vor dem Hauptort Lenakel, welcher jedoch sehr offen ist und daher selten angefahren wird. Der zweite Liegeplatz ist Port Resolution, welcher gegen die vorherrschenden SO-Winde sehr gut geschützt liegt, jedoch schon bei einer schwachen nördlichen Komponente sehr unruhig bzw. gefährlich werden kann. Bei Westwind werden die Schiffe mit Vulkanasche überzogen.

Lenakel ist ein offizieller Einklarierungshafen, da jedoch Port Resolution als Ausgangspunkt für die Vulkanbesichtigung besser geeignet und sicherer ist kann man sich für 2000,-VT/Person mit dem Truck von Port Resolution nach Lenakel bringen lassen und dort die Formalitäten erledigen. Angeblich kommt auch jeden Dienstag ein Beamter für die Formalitäten aus dem Hauptort, dies scheint jedoch nur bei Bedarf zu erfolgen.

Die Hauptattraktion dieser Insel ist mit Sicherheit die Besteigung des Vulkans, Mount Yasur. Nicht das Tanna als einzige Insel über einen Vulkan verfügten würde, aber nirgendwo sonst darf und kann man so nahe ran um in den feuerspuckenden Schlund zu schauen. Der Transport von Pt. Resolution kostet 1.500,- VT und der Eintritt stolze 3.350,-VT, es ist jedoch jeden Cent wert! Die Abfahrt vom „Yachtclub“ in Pt. Resolution erfolgt ungefähr um 15:00 und die Fahrt dauert ca. 1,5 Stunden, wobei man jeden Stein und jedes Schlagloch persönlich kennenlernen darf (ev. Schon früher los und einen Halt beim Wasserfall machen). Am Vulkan selbst hat man ca. 2 Stunden Zeit um das Schauspiel sowohl bei Tageslicht als auch bei und nach Sonnenuntergang zu genießen, anschließend geht es wieder den holprigen Weg zurück. Man kann natürlich auch zu Fuß gehen, jedoch der Rückweg im dunklen ist sehr lang und beschwerlich.

   
   
   

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