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Deutscher Skipper in Hawaii vor Gericht

Der Skipper einer unter deutscher Flagge laufenden 47 Fuß-Yacht erschien am 24 Mai 2014 vor dem Gericht in Hawaii. Angeklagt wurde der Mann wegen „Beschädigung von Korallen“ an der Westküste der Kailuna Bay.

Koralle an der AnkerketteDie Einbeziehung der Vorgeschichte lässt die Komplexität des, auf den ersten Blick simplen, Vorfalls erkennen.

Am 1. Mai 2014 trat in Hawaii ein Gesetz in Kraft, welches den Schutz der lokalen Korallen zum Ziel hat.

Die deutsche Yacht erreichte, von Mexico kommend, den Hafen von Honokohau. Der Hafenmeister des „Small Boat Harbour“ verweigerte dem Skipper die Einfahrt, da die Anlage voll belegt war.

Der deutsche Segler wurde vom Hafenmeister in die Kailua Bay weiter geleitet. Auch die hawaiianischen Segelführer wiesen für diese Bucht keinerlei Ankerbeschränkungen aus.

Der erfahrene Segler verankerte die Yacht auf Sandgrund. Die in dieser Bucht aber ständig wechselnden und in ihrer Richtung unvorhersehbaren Winde ließen jedoch die Ankerkette über Korallen schleifen.

Dies wurde von einem Schwimmer!? fotografiert und an die „Division of Conservation and Resources Enforcement“ (DOCARE) gemeldet.
  • Korallern im Sandbett
    Der Skipper suchte und fand Unterstützung bei Skippern anderer ausländischer Yachten und bei einem lokalen Anwalt, welcher auf Internationales Seerecht spezialisiert ist.
  • Bei der ersten Anhörung bekräftigte der Skipper, dass es keinerlei Alternativen zu dem von ihm gewählten Ankerplatz gegeben hat.
  • Der Anwalt verwies auf das internationale, und von den US Behörden unterzeichnete, Seerecht, in dem der Schiffsführer in erster Linie für die Sicherheit von Schiff und Besatzung zu sorgen hat.
  • Im vorliegenden Fall hätten Hafenmeister und DOCARE dafür zu sorgen, dass Anlegemöglichkeiten für ausländische Yachten im Honokohau Boat Harbour, dem einzigen sicheren Platz an der Westküste, zur Verfügung wären.
  • Auch die Alternative von ausreichenden und sicheren Bojen in der Kailua Bay waren nicht vorhanden. Der Skipper habe daher im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten korrekt gehandelt und sein Schiff auf Sand verankert.
  • Die Staatsanwaltschaft beantragte die Höchststrafe von US$ 1.000,00 für „Böswilliges Beschädigen von Korallen“.
  • Eine vollständige Verhandlung würde jedoch bis zu 12 Wochen dauern, was sich mit den Reiseplänen des deutschen Skippers nach Alaska nicht vereinbaren ließ.
  • Der Richter erkannte die Komplexität des Falles und bot dem Skipper die Mindeststrafe von US$ 100,00 an, welche letztendlich auch angenommen wurde, um die kurze Segelsaison in Alaska nutzten zu können.

Der Vorfall zeigt die Schwierigkeit des Schutzes von Korallen in Hawaii auf. Die Inselgruppe ist ein wichtiger Zwischenstopp für Yachten im Nordpazifik. Es gibt sehr wenige Anlagen für Besucheryachten, welche auch einen ausreichenden Schutz von Korallen gewährleisten könnten.

   
   
   

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