free templates joomla
   
   

Venzuela

Details

Ein Bericht der SY Dude

Wir installieren uns für die Hurricansaison in Venezuela. Sobald wir einklariert sind, machen wir eine Fahrt zu den in Seglerkreisen berühmten Supermärkten um die Lage zu checken. Es gibt hier wieder alles und das zu günstigen Preisen. Zunächst vergleichen wir nur die Preise, bald stürzen wir uns jedoch auch ins Einkaufsgetümmel.Ankerplatz Porlamar

Eine gute Telefonverbindung über Skype und die Bemühungen von Dany`s Eltern in deutschen Reisebüros machen es möglich: Wir können kurzfristig zwei Direktflüge von Porlamar nach Frankfurt ergattern. Die Tickets werden über Deutschland gebucht und am Flughafen hier in Porlamar für uns hinterlegt.

Eilig fährt Dany, während Olaf noch mit dem Einklarieren beschäftigt ist, zur einzigen Werft mit Trockendock auf Margarita. Wir wollen nur dann heimfliegen, wenn Dude sicher an Land steht. Chacachacare ist in der Mitte von Nirgendwo gelegen. Nach langer staubiger Taxifahrt und radebrechenden Verhandlungen auf spanisch gelingt es ihr, auch ohne monatelange Voranmeldung und Anzahlung einen Trockenliegeplatz für Dude zu buchen. Am 18. Juli werden wir auskranen. Einen Tag später fliegen wir heim - Jippiii...Isla Coche

Die Zeit bis zum Heimflug wird uns aber nicht lang. Zusammen mit anderen deutschen Yachten besuchen wir die der Isla Margarita vorgelagerten Inseln Coche und Cubagua.Isla Coche

Beide Inseln sind bisher weitgehend vom Tourismus verschont geblieben. Auf der Isla Coche ist jedoch rege Hotelbautätigkeit im Gange. An dem langen weißen Strand stehen auch schon einige Hotels.

Wir sind wohl so ziemlich die Letzten, die die Insel noch nicht als Touristenghetto erleben. Um die Ära des Massentourismus auf Coche noch weiter zu beschleunigen, gehen tagtäglich mehrere Katamarane und ehemalige Fischtrawler, die von der Isla Margarita kommen,  vor Anker und entladen ihre menschliche Fracht. Die Stereoanlagen werden aufgedreht, provisorische Strandbars errichtet. Na Prost !!! Nach zwei Tagen reicht es uns. Wir segeln weiter nach Isla

 Isla CubaguaCubagua ist dagegen bisher vollständig vom Tourismus verschont geblieben. Ein kleines Fischerdorf am Strand und einige Fishing Camps an der Luvküste sind die einzige Besiedelung. Die Fishing Camps gibt es auf allen Inseln Venezuelas. Es sind einfache Bretterverschläge mit Wellblechdächern, ausgestattet mit Matratzen und Kochstelle, die die Fischer bei ihren Streifzügen ab und an bewohnen.

Cubagua gefällt uns gut. Wir wandern über die Insel. Es gibt hier nur Trampelpfade, überall sonst stehen Kakteen. Dany weicht einmal kurz vom Pfad ab und tritt sich prompt einen Stachel ein - durch den festen Turnschuh hindurch. Hier ist auch die älteste europäische Ansiedlung auf amerikanischem Boden.

Schon 1492 kamen die ersten 50 Glücksritter auf Cubagua an, gründeten die Siedlung Nueva Cadiz, versklavten die hiesigen Indianer und zwangen sie tauchend die riesigen Perlenvorkommen vor der Küste auszubeuten. Die meisten der Indianer kamen dabei früher oder später ums Leben. Die Fundamente von Nueva Cadiz kann man noch heute bewundern, ein schauriger Ort, wenn man seine Geschichte kennt.Nette Begleitung

Zwei kleine Mädchen aus dem Fischerdorf begleiten uns neugierig den ganzen Weg bis zur Siedlung. Sie sind sehr zurückhaltend, als sie aber merken, dass wir etwas spanisch mit ihnen sprechen können werden sie zutraulicher.

Als wir nahe an den Fishing Camps vorbei wandern wird es ihnen unheimlich, wahrscheinlich werden auch hierzulande kleine Mädchen vor bösen fremden Männern gewarnt. Olaf scheint nicht in diese Kategorie zu fallen. Eine kleine Hand stiehlt sich unauffällig in die unsere. Bei den weißen Eroberern, besonders wenn sie lange blonde Zöpfe haben, ist man halt sicher...

Vor Cubagua ist in den 70er Jahren ein Autofrachter gesunken. Seine Überreste kann man halb versunken und verrostet in der Bucht bewundern. Auch wir fahren mit unserer Schnorchelausrüstung hin. Doch das Wasser ist trübe, riesige Fischschwärme und vor allem riesige Quallen sind am Wrack, überall unter Wasser ist Metallschrott. Uns ist die ganze Sache nicht geheuer und bald treten wir den geordneten Rückzug an.

Von Cubagua geht es nach zwei Tagen weiter nach Chacachacare. In der Marina del Caribe kranen wir aus. Dude wird sicher an Land aufgepallt. Wir räumen das Deck auf und verzurren alles sturmsicher. Dann packen wir unsere Taschen und freuen uns auf daheim.

Fürstliches Leben in StuttgartAm nächsten Tag fahren wir mit dem Taxi zum Flughafen. Ein Condor-Clipper und die Deutsche Bahn bringen uns sicher nach Stuttgart, wo wir von unseren Eltern am Bahnhof empfangen werden.

Während der Zeit in Stuttgart werden wir von unseren Müttern umsorgt und verwöhnt. Danke nochmals für eure viele Mühe! Wir genießen die Annehmlichkeiten der Zivilisation in vollen Zügen. Wir duschen bis die Haut schrumpelig wird, machen abends mehrere Lichter gleichzeitig an und hocken vor der Glotze. Was man nach 1 1/2 Jahren auf Dude so zu schätzen weis....

Wir erledigen unseren Büro- und Behördenkram, besuchen unsere Freunde, und jagen nach Ausverkaufsschnäppchen. Insbesondere die schnelltrocknenden Outdoor Klamotten sind in der Karibik nicht zu haben. Viel zu schnell sind die 2 1/2 Wochen vorüber und wir besteigen am 7. August den ICE zum Flughafen nach  Frankfurt.

   
   
   

Revierberichte - Segelberichte -  einsenden

Du willst von deinen Erlebnissen und Erfahrungen berichten, viele Menschen mit Geschichten über neue und andere Kulturen faszinieren? Du willst andere an deinem spannenden Segelerlebnis teilhaben lassen? Du hast die Möglichkeit deine Revierberichte oder Segelberichte, mit unserem Formular zu senden. Wir danken schon jetzt für deine Bemühungen. cool image
   

Wer ist online  

Aktuell sind 68 Gäste und keine Mitglieder online

   

Login  

Bitte hier anmelden oder Registrieren, wenn du alle Beiträge sehen und nutzen möchtest!

 Bitte wähle deine Sprache aus dem Menue!
   

translate

   

Meine Forumsbeiträge

Forum offline
   
© 2011-2016 Globalsail.info