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Venezuela Laguna Grande

Details

Ein Bericht der SY Alchemist

Der erste Wintereinbruch in Österreich Anfang November konnte unsere Freude auf den bevorstehenden Abflug nach Venezuela nicht trüben. Am 12. war es endlich soweit, wir landeten in Porlamar auf der Isla Margarita und konnten am 13. mit der Fähre nach Cumana weiterreisen. Karte des Reviers

Unser erster Eindruck von der Alchemist nach 4 Monaten Trockendock war beruhigend. Keine sichtbaren Schäden oder andere Zeichen, daß sich jemand an der Alchi zu schaffen gemacht hätte.

Die Werft Navimca gleicht eigentlich einem Gefängnis mit ihren hohen, dicken mit Glasscherben gespickten Mauern. Nur wird hier das Böse nicht ein- sondern ausgesperrt. Wie überall in Venezuela liegt auch hier der Dreck auf dem Boden herum. Moskitos und Ratten sind daher Stammgäste. Kein Platz wo man freiwillig länger bleiben möchte als notwendig.

Marina Navimca

In etwas mehr als einer Woche konnten wir das geplante Programm, schleifen, polieren, streichen, etc. durchziehen und die Alchi am 22. wieder ihrem Element übergeben.Antifouling aufbringen

Wir waren überzeugt, eine kleine Erholung verdient zu haben und sind daher 10 Meilen in die Laguna Grande gefahren. Rote Hügel, nur spärlich bewachsen mit Kakteen und olivgrünem Gestrüpp, reichen bis ans Wasser das eingesäumt wird von saftig grünen Mangroven. Fischende Pelikane, jagende Greifvögel, entfernt, Ziegen. Absolute Ruhe. Traumhaft.

Sicher? „Alleine in der Laguna Grande?!“ Sicher nicht. Wir aber hatten Glück, ankerten 4 Tage komplett alleine dort und sahen nur einmal täglich den Ziegenhirten vorbeikommen. Trotzdem, ein mulmiges Gefühl kam beim Schlafengehen schon auf. Letzter Tag, wir freuten uns schon auf ein gemütliches Frühstück, mit weichem Ei und allem drum und dran im Cockpit, um die Ruhe und die Aussicht zu genießen.Laguna Grande

Nach kurzer Zeit wurden wir von derart vielen Fliegen heimgesucht, dass ein gemütliches Frühstück nicht mehr denkbar war. Anker auf, eine Meile motort, Alchi mitten in der Lagune treiben lassen, Fliegen verscheucht, ein paar zumindest und das Frühstück hastig verschlungen.

Gut, wir wollten sowieso früh los, nach Puerto La Cruz. Vorher aber noch tanken nach Cumana. Warum läuft jetzt die Bilge Pumpe ständig? Ach so, die Bilge steht schon zentimetertief unter Wasser, die Motorbilge ist schon übergelaufen, im Motorraum spritzt Salzwasser wild herum. Leck im Kühlkreislauf wegen einer undichten Schlauchklemme. Konnte aber nach einer Stunde repariert werden.

Tankanzeige leer!2 Meilen vor der Tankstelle,Maschine aus. Warum das? ah... Diesel aus Notkanister raus, ahhhhh....auch schon aus.haben wir ja vor der Sommerpause schon verfahren. Mist!! na gut, wir sind ja ein Segelboot. Segel raus und aufkreuzen. nach 20 min ein Knall, die Genua kommt runter.

Weiter unter Groß, mit 2,5kn gegenan. Mühsam. wir schaffen es bis zur Marina Einfahrt, segeln mit Groß durch die seichte 10m breite Einfahrt, steuern auf die Tankstelle zu, vorbereitet auf ein noch unbekanntes Manöver unter segeln im Hafen, ohne Bremse.

Da schau! Die Tankstelle ist blockiert von einem Motorboot das genau mittig an der Pier liegt. International genormte Gestik (fuchteln mit der Faust, etc.) vermittelt dem Motorbootler offensichtlich nicht genau die Brisanz unserer Situation. Wir haben leider nur einen Versuch, weil im Hafen unter Groß kreuzen ist nicht drin.an der Tankstelle

Also ran an die Tankstelle mit Wind aus achtern. Wir machen ihn halt platt in seiner Zigarre. Drücken uns noch mit einer halben Bootslänge an die Pier vorm "PS-Idioten" und ratz fatz, die Alchi steht, ...leinen fest. Perfekte Seemannschaft. Aber eben nicht in Venezuela! Kontrolliere auch, was sonst in einer Marina selbstverständlich ist!

"Diesel, voll bitte!" „Was, Diesel aus?!“.“Wann?“ Mañana! eh klar! Immer Mañana. Als der Diesel dann Mañana auch nicht geliefert wurde sind wir mit Kanister und Taxi in die Stadt ausgerückt und nach Puerto La Cruz weitergefahren.


   
   
   

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