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Venezuela, ins Land hinein Teil 1

Details

Ein Bericht der SY Alchemist

beeindruckende BergweltWir haben uns entschlossen im Sommer, also während der Hurrikan Zeit, nicht nach Österreich zu reisen sondern etwas Sinnvolles zu tun.

Versteht uns bitte hier nicht falsch, nicht dass eine Reise nach Österreich sinnlos wäre, ganz im Gegenteil, Schweinsbratl & Co im Duett mit Veltliner & Co im schattigen Gastgarten erachten wir als überaus sinnvoll.

Unser Gedanke ist jedoch nicht die äquatorialen Bereiche des Körpers zu stimulieren sondern eher jene im polaren Bereich, jene unter der Kappe. Um es in den Worten von Agatha Christies Hercules Poirot zu sagen, wir meinen die kleinen grauen Zellen.Merida

Unsere Reiseplanung für die nächsten 2 Jahre wird uns in einige Spanisch sprechende Länder führen und daher liegt für uns der Gedanke nahe, unsere Spanisch Kenntnisse von „una cerveza“ auf höfliche „dos cervezas por favor“ upzugraden.

Merida in den venezolanischen Anden, wurde uns für dieses Unterfangen empfohlen. Lächerliche 1.000 km von Puerto La Cruz entfernt, bewältigten wir diese Strecke mit dem Express Bus in sagenhaften 22 Stunden (Ticket für 74.000.- Bs ~ 14.- EUR). Diese Busse sind hypermodern, doppelstöckig, mit TV, Video, Toilette und einer auffrisierten Klima Anlage, die den Bus in der Nacht auf Eislutscher-Temperatur runterkühlt.

Karte von VenezuelaDas wird immer und überall so gehandhabt, haben wir von anderen reisefreudigen Touristen erfahren. Warum, ist uns bis jetzt noch ein Rätsel. Wir konnten uns einfach noch für keine der vorgebrachten Erklärungen entscheiden, die da waren: … damit die Kakerlaken erfrieren,…weil sonst die Venezolanos die ganze Nacht Party feiern,… weil Präsident Chavez Venezuela zur führenden Nation in der kryologischen Forschung machen will.

Unserer Meinung nach treffen alle 3 gleichermaßen zu. Wir sind jedenfalls am sonnigen Vormittag des 1. August frisch wie Fischstäbchen am Busbahnhof in Merida angekommen und von unserer Zimmervermieterin Gioia (sprich Tschoija“) herzlich in Empfang genommen worden.

Merida, die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates, liegt auf einem Plateau im Tal und ist mit 50.000 Einwohnern ein eher kleines aber buntes, quirrliges Städtchen. Unterm Jahr leben viele Studenten hier, die die Ausbildungsmöglichkeiten der Universidat Los Andes nützen, in den großen Ferien prägen zahlreiche heimische Touristen das Stadtbild. Leicht zu erkennen, da die dunkelhäutigen Venezolaner aus den heißen Küstenregionen hier heroben, auf 1640m, Wollhauben und Handschuhe tragen.

Sieht entzückend aus, vor allem weil es meistens zu bauchfreien Tops kombiniert wird. Ja, Schönheit will leiden! Unser Quartier, unsere „casa“, liegt praktisch mitten im Zentrum von Merida, einen Block vom Plaza Bolivar und seiner Kathedrale entfernt. In diesem zentralen Park werden die Touris am Wochenende mit klassischer Musik beschallt und die Gebäude ringsum mit Lichteffekten beleuchtet. Eine schwache Kopie der Linzer Klangwolke. Jedoch hebt sich Merida von anderen venezolanischen Städten sehr positiv durch Sauberkeit und Sicherheit ab.

Obertauern in Südamerika?Wir hatten auch um Mitternacht keine Angst durch das Zentrum zu Fuß nach Hause zu gehen. Woanders undenkbar! Nach der ersten Kostprobe des hiesigen Cafe und der frisch gepressten Fruchtsäfte (z.B. Maracuja, Papaya, Erdbeere,…) war uns sofort klar, dass wir es hier eine ganze Weile aushalten können.

An manchen Ecken erinnert uns die Architektur sogar an die Heimat. „Do schauts jo aus wia in Obatauan“ (Originalzitat Veronika). Atemberaubend ist der Ausblick auf den Pico Bolivar, den mit 5007m höchsten Berg von Venezuela. Selten ist er so wolkenfrei wie auf diesem morgendlichen Foto. Der Berg ist quasi das erste das wir sehen wenn wir morgens früh auf die Straße vor unserer casa treten.

Die Innenstadt ist von einem rechteckigen Straßennetz durchzogen und wie Manhatten nummeriert. Selbst die schlechtesten Navigatoren finden sich hier zurecht. Auffallend auch die Vielzahl der Kirchen und Frisöre. Warum gerade hier so viele Frisöre sind, wissen wir nicht. Vielleicht wächst ja das Haar in der dünnen Höhenluft viel schneller?

   
   
   

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