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Maststufen - warum?

Schon von Weitem erkennt man ein Segelboot, gleich welcher Größe an einem dafür typischen und einzigartigen Ausrüstungsdetail: dem Mast! Manchmal sind auch mehrere vorhanden.

Die Hauptaufgabe des Mastes ist es, die Segel in den Wind zu halten und einen Teil der dabei auftretenden Kräfte aufzunehmen bzw. in den Rumpf einzuleiten.

Im Laufe der Zeit hat der Mast jedoch einige Zusatzaufgaben erhalten. Diente er in der Vergangenheit oft als „Krähennest“ für wachhabende Crewmittglieder auf Ausguck, so nutzt er heute beispielsweise als Geräteträger für Radar, Salingsbeleuchtung, Träger für den Windmesser, das Ankerlicht und vieles mehr.hoch mit Hilfe von  Maststufen

Bei all den technischen Ausrüstungsgegenständen im Mast nimmt natürlich auch der Wartungsaufwand an diesen Geräten zu.

Manchmal rauscht ein Fall nach oben aus, ein Segel verhängt sich oder ein Umlenkblock im Masttop gehört getauscht.

Es gibt also immer mehr Gründe sich darüber Gedanken zu machen, wie man einfach und sicher die luftigen Höhen des Mastes erklimmen kann.

BootsmannstuhlBewährt hat sich der Bootsmannsstuhl. Dabei setzt man sich in ein Tragegestell oder auf ein einfaches Brett welchen an einem ausreichend dimensionierten Fall sicher befestigt ist und lässt sich Hochwinschen. Ein zweites Fall sollte als Sicherungsleine dienen.

Dazu benötigt man klarerweise hilfreiche Hände. Es ist aber nicht jedermanns Sache, einen Menschen auf mehrere Meter Höhe hochzuziehen und zum Herunterlassen das Ende an der Winsch zu lockern.

Außerdem benötigt man doch etwas Kraft zum bedienen der Winschen. Praktisch sind hier natürlich elektrisch oder hydraulisch betriebene Wischen. Als Alternative wird aber auch oft die (elektrische oder hydraulische) Ankerwinsch herangezogen.

Auf der typischen Langfahrtyacht sind häufig Paare unterwegs und das Hochziehen in den Mast wird so zur Frage – wer winscht und wer erledigt die anstehenden Arbeiten im Mast.

Nicht zuletzt aus diesem Grund tragen sehr viele der Langfahrtyachten Maststufen. Damit ausgestattet ist es selbst Einhandseglern möglich, in den oberen Bereich des Mastes zu gelangen. Denn nicht jeder ist so fit wie Wolfgang Hausner der an den Wanten hoch in den Masttop klettern konnte.

Maststufen sind in unterschiedlichen Ausführungen im Handel erhältlich. Bei der Auswahl sollte man darauf achten, dass ein seitliches Abrutschen weitgehend verhindert werden soll. Die nach außen geschlossenen Stufen erschweren hingegen das Einfädeln mit dem Fuß. Auch sollte darauf geachtet werden, dass sich die Leinen nicht in den Stufen verheddern können. Manch einer hat an der Außenkante der Stufen eine senkrechte Leine eingefädelt, die das Verhindern soll. Einklappbare Stufen können das leider auch nicht gänzlich verhindern. Dafür besteht die Gefahr, dass das Ausklappen nach langer Zeit der Nichtbenutzung schwer möglich ist.

klappbare Maststufen geschlossene Maststufen klappbare Maststufen klappbare Maststufen klappbare Maststufen klappbare Maststufen

Als Material ist oft NIRO in Verwendung. Fallweise findet man auch Aluminuim-Ausführungen und in den letzten Jahren auch Maststufen aus Kunststoff.

Alle haben ihre Vor- und Nachteile.

Da die Masten meist aus Aluminium bestehen, kann es durch Anbringen von NIRO Stufen zu Elektrolyse kommen. Dabei wird das Material geschwächt und kann zum Ausreißen der Befestigungsnieten führen. Dagegen helfen Isolierscheiben und isolierende Paste bei der Montage. Bei Kunststoff ist vor allem die UV-Beständigkeit zu prüfen.

Bei der Anzahl der benötigten Maststufen ist auf eine zumutbare „Schritthöhe“ zu achten.

Im Masttop hat es sich bewährt 2 Stufen auf gleicher Höhe zu platzieren um ein (relativ) bequemes Stehen beim Arbeiten zu ermöglichen.

Je nach Masthöhe werden Maststufen fallweise nur bis zur ersten Saling angebracht. Kaum jemand möchte einen 30 Meter hohen Mast auf Maststufen besteigen. Das entspricht ja auch in etwa einem 10-stöckigen Haus!

Das Erreichen der ersten Saling hat aber speziell in Riffgewässern einen unbezahlbaren Vorteil. Von hier oben aus sind Untiefen ungleich besser zu erkennen und machen so die Einfahrt wesentlich sicherer und einfacher.

Nicht zuletzt lassen sich auch aus luftiger Höhe noch fantastische Fotos machen!

Tobago Cays aus der Vogelperspektive

   
   
   

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