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Schneller Segeln?

Die Nachrichten der letzten Zeit überschlagen sich mit Rekordwerten aus der Welt des Segelns.

Regatta in Aruba

Auch in der aktuellen Single Hander Rennen rund um die Erde, die „Vendee Globe“ purzeln die Bestmarken.

Hat Anfang des Jahres 2012 der Franzose Loick Peyron mit seiner Crew in 45 Tagen die Erde umrundet, so ist erst vor wenigen Wochen von Paul Larsen mit seiner Sailrocked der absolute Geschwindigkeitsrekord für „Segelfahrzeuge aus Wasser“ pulverisiert worden.

Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 65,37 Knoten über 500 m hat er dabei einen Spitzenwert von unglaublichen 67,74 Knoten erreicht.

Regatta in Aruba

Wenn man sich hingegen das Reisetempo der Langfahrtsegler ansieht, hat sich in den letzten Jahrzehnten wenig geändert.

Egal welches Schiff, meist wird von einem Etmal (zurückgelegte Strecke in 24 Stunden) von rund 100 bis 120 Meilen ausgegangen. Manchmal werden auch Etmale von über 150 Sm erreicht aber nur wenige halten dieses Tempo über einen Ozean durch.

Woran liegt das?

In erster Linie hat das Segeln auf Rekordniveau, wie in fast jeder anderen jeder Sportart auch, einen Spezialisierungsgrad erreicht der mit einem Schiff für "Otto Normalverbraucher" schlicht nichts mehr zu tun hat.

Die Hochsee - Rennmaschinen werden oft für ein Rennen konstruiert und produziert. Ausschließlich mit dem Ziel, schnell zu sein. Komfort ist absolut kein Thema.

In einem OPEN 60 – immerhin über 18 m lang gibt es keine Stehhöhe unter Deck. Die Kochgelegenheit entspricht manchem 7 m Binnensegleboot. Die Schiffe sind extrem leicht, aus Kohlefaser gebacken und haben keine Innenverkleidungen. Man betritt quasi eine Höhle.

Eigene Koje für jedes Crewmitglied – Fehlanzeige. Oft wird sogar der Schlafsack geteilt, um Gewicht zu sparen.

Unter Segel wird davon ausgegangen, dass man die aktuelle Windgeschwindigkeit mindesten erreicht. Also bei 20 kt Wind sollte man mindesten 20 Knoten segeln.

Was kaum vorstellbar ist, ist die dabei entwickelte Geräuschkulisse. Auch Spitzenleute wie Francois Gabart auf seiner „MACIF“ klagt über den enormen Lärm. Dazu kommt die Gratwanderung zwischen Geschwindigkeit und Materialschonung.

SY DrifterEin Langfahrtsegler versucht natürlich auch, im Rahmen seiner Möglichkeiten, rasch sein Ziel zu erreichen. Nur hat er dabei seinen kompletten Hausstand dabei.

Denn wenn er sein nächstes Ziel erreicht hat, wartet keine Servicecrew, welche die Schäden repariert. Er möchte ein gutes Essen, eventuell ein kühles Bier und die anfallenden Reparaturen möglichst in Grenzen halten. Sein Boot soll langlebig sein und im Seegang möglichst bequem. Im Gegensatz zu den modernen Rennmaschinen führen die meisten Segler die auf ihren Yachten meist jahrelang leben, quasi  "Zimmer, Küche, Kabinett" mit sich.

mit Zimmer, Küche, KabinettOb Kochgeschirr oder Bücher, Reiseandenken oder Waschmaschine, Tauchausrüstung oder Angelequipment – all das ist auf einer Rennyacht undenkbar. Hier ist Gewicht sparen oberste Devise. Fast jeder hat schon die Geschichte von den (aus Gewichtsgründen!) abgeschnittenen Zahnbürsten gehört.

Geschwindigkeit ist meist auch gar nicht das Ziel einer langen Seereise. Vielmehr möchte man sich Zeit lassen, um die Eindrücke des letzten Landaufenthalts zu verarbeiten. Die aufgehende Sonne nach einer durchwachten Nacht zu bewundern ist meist wichtiger als ein paar Knoten mehr.

SY SeptemberAuf einer Reise rund um die Welt in der Passatregion hat man nur relativ wenige Strecken, die sich über mehrere Wochen hinziehen. Was machen da ein paar Tage mehr oder weniger auf See aus. Unser Ziel ist es, über den heimischen Tellerrand hinauszuschauen und fremde Länder und neue Menschen kennenzulernen.

Als Fortbewegungsmittel wählten wir das Segelboot was zwar manchmal etwas Geduld erfordert aber dafür hat man seinen gewohnten eigenen Lebensraum stets um sich. Das Zuhause immer dabei und sollte vor allem bequem sein, denn Entbehrungen bringt das Leben auf einer Yacht ohnehin genug mit sich.

 
 
   
   
   

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