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Rumpfmaterial

In der Geschichte des Bootsbaus hat es viele Versuche mit den unterschiedlichsten Baumaterialien gegeben.

Vom Fellbespannten, aus Ästen errichteten Bötchen, bis zum neuzeitlichen Kohlefaserrennern, ist eine gigantische Entwicklung erfolgt.

Diese beiden Extreme kommen für die meisten von uns wohl nicht in Frage. Aber speziell wenn man sich auf dem Gebrauchtboote Markt umsieht wird man mit einigen unterschiedlichen Materialien konfrontiert.

Das Holzboot

Ist wahrscheinlich der Klassiker. Eine wunderschöne Optik und oft ansprechende Linien sind hier zu finden. Je nach Konstruktion als Vollholzschiff oder Faserverstärkt sind unterschiedliche Anforderungen an den Schiffshalter gegeben. 

Das Vollholzschiff ist praktisch nicht dichtzukriegen. Im Gegenteil, wenn das Schiff zu lange an Land liegt, können durch Austrocknen die natürlichen, kalfaterten Zwischenräume so groß werden, daß das Schiff nicht mehr einfach zu Wasser gelassen werden kann. Ein Mindestmaß an Feuchtigkeit ist also auch im Schiffsinneren erforderlich. Aber Achtung! Nur Salzwasser ist erlaubt, da Süßwasser den Verrottungsprozess einleitet.

Holz leidet (abhängig von der Sorte) auch sehr unter UV Strahlen und muss regelmäßig lackiert werden. In den Tropen kann das alle 6 Monate nötig sein.

Heute werden Holzschiffe oft aus Sperrholz gebaut (einfacher, leichter und im Selbstbau möglich) und mit Glasfaser und Epoxydharz als Schutz gegen das Eindringen von Wasser überzogen. Rümpfe dieser Bauart sind weniger wartungsintensiv. Die Epoxy-Schicht wird noch durch ausreichende Lackierung von ultraviolettem Licht geschützt.

Schiffe aus Glasfaser

Sind heute die mit Abstand am häufigsten gebauten Boote. Das hat mehrere Gründe. Zum Einen lässt sich mittels Formen und Glasfaser-Spritzverfahren ein relativ preiswertes Boot bauen. Zum Anderen kommt diese Technologie den auf Serienbooten spezialisierten Werften fertigungstechnisch sehr entgegen.

Diese Schiffe sind innen relativ trocken, was nicht nur im Charterbetrieb gern gesehen wird. Ein weiterer Vorteil ist die Langlebigkeit der Schiffe aus Kuststoff. Noch heute sind Boote, die vor 1970 in GFK gebaut wurden unterwegs.

Ein Nachteil ergibt sich aus der kostenorientierten Serienfertigung. Oft wurden Klagen laut, dass sich bei extrem preiswerten Yachten die Türen während der Fahrt nicht öffnen oder schließen lassen. Auch die Knarrgeräusche aufgrund nachgiebiger Rümpfe können nicht nur lästig sein, sondern auch die Verwendungsdauer des Schiffes drastisch reduzieren.

Auch Osmose ist ein Dauerthema, obwohl sich das Problem, wenn rechtzeitig erkannt, gut beheben lässt und bei Neubauten eigentlich auch nicht mehr vorkommen dürfte.

Andererseits kann ein Kunststoffschiff welches ein paar Jahre im rauen Charterbetrieb „überlebt“ hat durchaus noch eine Weltumsegelung ohne größere Probleme hinter sich bringen. Eventuelle Reparaturen am Kunstoff lassen sich relativ einfach selbst durchführen. Es gibt auch Epoxy für unter Wasser Verarbeitung!

Stahl 

Dieses ist ein einfach zu verarbeitendes und widerstandsfähiges Material. Selbstbauer wählen häufig Stahl, da es eine Reihe von Konstrukteuren gibt, die Baupläne für Schiffe aus Stahl anbieten. Stahlschiffe gelten als langlebig und kollisionssicher. Wenn das Schiff nicht zu klein ist, ist auch das Verhältnis Länge zu Gewicht nicht so schlecht.

Nachteilig ist das häufige Auftreten von Schwitzwasser vor allem in schlecht zugänglichen Stellen häufig zu unschöner Rostbildung führt. Der Ausdruck „wir pinseln uns um die Welt“ den man schon von einigen Seglern mit jahrelanger Erfahrung im Umgang mit Stahlschiffen hört, sollte einem zu denken geben. Aber wenn man die unschönen Stellen entweder übersieht oder, besser, nicht zu lange gewähren lässt kann man durchaus damit leben. Eine gute Isolierung ist anzuraten, vor allem wenn die Reise in kältere Gebiete führen soll.

Aluminium

Ist auf den ersten Blick ideal: fester als Kunststoff, leichter als Stahl und rostet nicht. Wo liegt der Haken? Aluminium ist deutlich teuer als Stahl, schwieriger zu schweißen (Schutzgas!) und das Hauptproblem heißt Elektrolyse. Aluminium steht in der so genannten Spannungsreihe weit an einem Ende und neigt damit zu starker Elektrolyse. Um dem Vorzubeugen werden wie bei anderen Schiffen auch Zinkanoden angebracht. Ein großes Problem ist auch im Kupfergehalt der Antifoulinganstriche zu suchen. Das enthaltene Kupfer bildet mit dem Kupfer ein hervorragendes elektrisches Element und greift das Aluminium an. Das heißt, man muss spezielles Antifouling verwenden welches einerseits in der Wirksamkeit nicht ganz so gut ist und andererseits in vielen Ländern schwer erhältlich ist. 

Schwitzwasser ist durch die thermische Leitfähigkeit von Metall, insbesondere Aluminium, nicht zu vermeiden. Besonders bei Reisen in kältere Gegenden ist auf entsprechende Isolierung zu achten.

Stahlbeton

Diese Bauweise wurde angeblich im 2. Weltkrieg entwickelt um mittels Formen schnell eine große Anzahl von Schiffsrümpfen herzustellen. Bis heute werden Betonschiffe meist in Neuseeland und Australien gebaut. Es handelt sich oft um starke, seetüchtige Schiffe die ein hohes Eigengewicht haben und damit nicht sehr schnell sind. Das Problem bei Betonschiffen ist, das man eine eventuelle Grundberührung und die im Stahlbeton entstehenden Schäden von außen nur schwer bis gar nicht erkennen kann. Viele Versicherungen stehen daher derartigen Konstruktionen skeptisch gegenüber.

   
   
   

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