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Rumpfbauformen

Obwohl wir schon seit Jahrtausenden zur See fahren hat sich die Vielzahl der Bauformen von Schiffen kaum verringert.

Im Gegenteil. Bedingt durch die technologischen Entwicklungen und neuen Baumaterialien wird die Vielfalt immer Größer. Das lässt wohl den Schluss zu, dass das perfekte Boot offensichtlich nicht existiert!

Alles ist ein Kompromiss. Jede Bauform hat ihre Vor- und Nachteile.

Wir wollen hier die reinen Hochsee-Rennjachten außer acht lassen, da diese natürlich die großen Strecken in kurzer Zeit zurücklegen können, aber praktisch keinen brauchbaren Lebensraum bieten.

Cruiser Racer

Moderne Rumpfkonstruktionen haben eine Reihe von Vorteilen.

Der Wohnraum ist nicht zuletzt durch das breite Achterschiff relativ groß. Das geringe Gewicht lässt in Verbindung mit der großen Wasserlinienlänge (kurze Überhänge an Bug und Heck) und der wenig benetzten Oberfläche ein gutes Geschwindigkeitspotential und Manövrierfähigkeit (auch im Hafen) erwarten. Die geringen Steuerkräfte kommen dem elektrischen Autopiloten zu gute. Diese Schiffe segeln durch gute Formstabilität relativ aufrecht.

Diesen Vorteilen steht ein relativ lautes Segeln – speziell am Wind – und durch den meist angebolzten Kiel und einem freien Balanceruder ein ungeschütztes Unterwasserschiff gegenüber. Die Gefahr sich eine Leine oder ein Treibnetz einzufangen ist größer als bei anderen Unterwasserdesigns. 

Gemäßigte Cruiser

Diese sind in jeder Hinsicht etwas gemäßigter konstruiert. Das ganze Unterwasserschiff ist auf weicheres Seeverhalten hin entworfen und versucht den Brückenschlag zum Cruiser Racer.

Der Kiel ist oft eingeformt und das Ruder häufig zumindest mit einem Teilskeg abgestützt. 

Das kommt der Sicherheit sowohl auf See als auch dem einfacheren und stabileren Stand an Land entgegen.

Speziell für Tidengewässer und Gegenden mit geringer Wassertiefe wurden Sonderlösungen wie Integralschwerter oder Liftkiele entwickelt. Dabei versucht man einerseits den Tiefgang zu reduzieren (auf Vorwindkursen auch die benetzte Fläche wenn der Kiel angehoben wird) aber den Lateralplan möglichst groß zu gestalten.

All diese Möglichkeiten erkauft man sich mit erhöhtem Wartungsaufwand an der Hubmechanik, die meist von Hand oder (elektro-) hydraulisch betrieben wird. Bei nicht regelmäßiger Betätigung kann leicht die Mechanik durch Bewuchs blockieren.

Der Langkieler ist die traditionelle Bauform der Langfahrtjacht.

Der größere Lateralplan erlaubt etwas geringere Tiefgänge und eine große Bilge und damit die Möglichkeit den Stauraum auch in Hinblick auf die Gewichtsverteilung gut zu nützen. Das Seeverhalten ist gutmütig und ein "Beiliegen" im schwerem Wetter gut möglich. Das Unterwasserschiff ist gut geschützt und gegen das Verheddern mit Treibnetzen relativ unempfindlich. Auch die Schiffsschraube liegt gut platziert im langen Kiel. Diese Schiffe laufen meist hervorragend geradeaus, sind aber andererseits, speziell im Hafen, nur schwer zu manövrieren. Das nicht balanzierte Ruder benötigt höhere Steuerkräfte (Stromverbrauch beim Autopilot). Die geringere Formstabilität hat etwas größere Krängung zur Folge.

Katmaran

Durch die Konstruktion von 2 Rümpfen hat man ein gänzlich anderes Segelverhalten als mit einem Einrumpfboot. Eine Krängung ist praktisch nicht feststellbar und ein "Rollen" auf Vorwindstrecken ist wesentlich geringer. Die größere Wohnfläche, sowohl im Schiff als auch im Außenbereich ist ein weiterer Pluspunkt. Die große Breite ist aber oft ein Problem, da viele Krananlagen in Häfen nur bis 6,5 m Schiffsbreite ausgelegt sind. Die meist vorhandenen zwei Maschinen bieten größere Betriebssicherheit und bei Hafenmanövern ein einfacheres Steuern (wenn nicht zu viel Wind geht). Durch die wegfallende Krängung ist aber das Rigg beim Auftreten plötzlicher starker Böhen weitaus mehr gefährdet als beim Monohull. Das oft erwartete größere Geschwindigkeitspotenzial wird durch die größere Empfindlichkeit auf Zuladung oft behindert. Viele Katamarane kann man in Tidengewässern trockenfallen lassen und so einfache Arbeiten am Unterwasserschiff durchführen ohne das Schiff aus dem Wasser kranen zu lassen. Die „Amwind“ Eigenschaften sind meist etwas schlechter als bei Einrümpfern. Der etwas höhere Preis eines Katamarans im Verhältnis zum Einrümpfer relativiert sich beim Vergleich der „Wohnfläche“

Trimaran

Diese Schiffsbauform wird zusehends seltener auf den Ankerplätzen der Langfahrsegeler. Die Segeleigenschaften sind ähnlich dem Katamaran aber die räumliche Aufteilung ist etwas ungünstiger. In Zukunft wird sich der Trimaran wohl eher im Bereich der Rekordjagten im Regattabetrieb seinen Platz erhalten.

   
   
   

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