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Beiboot

Für das tägliche Leben auf Langfahrt hat das Beiboot einen wesentlich höheren Stellenwert als bei einem Chartertörn bei dem fast jeder Abend in einer Marina endet.

Da ausserhalb Europas meist vor Anker gegangen wird, ist das Beiboot erforderlich um trocken an Land zu kommen. Dabei ist nicht nur die Crew zu befördern sondern auch der Einkauf. In manchen Gegenden besteht keine Möglichkeit an einer Tankstelle die Treibstofftanks zu füllen, dann müssen zum Teil beachtliche Mengen Diesel in Kanistern mit dem Beiboot transportiert werden. Wenn dann der Ankerplatz noch etwas weit vom Ufer entfernt liegt und Wind und Welle dem Vorhaben auch noch entgegenwirken, versteht man, warum diesem Ausrüstungsteil mehr Gewicht zu kommt als oft angenommen.Ein geräumiges Dinghy ist praktisch

Problemlos sind Beibote die aus festem Material gebaut sind. Manchmal aus Holz, manchmal aus Kunststoff sind sie relativ robust. Allerdings gehen sie mit dem Schiffrumpf sehr rau um und Kratzer sind keine Seltenheit. Das Einsteigen ist auch eine wackelige Angelegenheit. Dafür sind sie unter Riemen oder Paddel deutlich einfacher zu fahren.

Die häufigste Form des Beibootes sind aufblasbare Dinghy's. Das Gewicht ist relativ überschaubar und die Handhabung einfach. Viele Tourensegeler, die in Europa mit einem PVC Dinghy gestartet sind, haben spätestens in der Karibik festgestellt das dieses Material, vor allem die Kleber, der tropischen Sonneneinstrahlung nicht lange standhalten.

Das einzige Schlauchmaterial das der UV Belastung langfristig standhält ist Hypalon. Es gibt sowohl in Europa als auch in Übersee eine Reihe von Anbietern die dieses Material verbauen. Der relativ hohe Preis wird bei längerer Reise durch gute Haltbarkeit gerechtfertigt. 

Ein aufblasbarer Boden sollte vermieden werden da die Zuladung meist unpraktischer ist und diese meist auch nicht so trocken sind. Oft ist ein fester Boden aus Aluminium oder Glasfaser der Standard. Aluminium ist etwas leichter bei gleicher Baulänge. 

...zum Transport wichtiger DingePraktisch ist auch ein kleiner spritzwassergeschützter Stauraum und die Möglichkeit die Ruder im Boot fest zu binden und damit immer mitzuführen.

Die Größe des Beibootes hängt nicht zuletzt von der Größe des Mutterschiffes ab. Es muss ja auf den langen Schlägen sicher verstaut werden. Möglichst kompakt an Deck oder an Davids am Heck.

Das Gewicht ist meist der kritische Faktor, da man ja das Beiboot häufig aus dem Wasser heben wird. Schon um Bewuchs zu vermindern und um Dieben die Arbeit zu erschweren. Wenn David's vorhanden sind wird das Herausheben wesentlich erleichtert. Wenn das Gewicht aber weit jenseits der 100 Kg mit Motor und Treibstoff liegt, kann es aber auch für 2 Personen sehr anstrengend sein. Auch das Ziehen an den Strand kann zur Plage werden. In Panama zum Beispiel beträgt der gezeitenunterschied an der Pazifikseite über 5 m. Dann muss man das Dinghyi oft mehrere 100 m den Strand hochziehen damit es nicht von der Flut weggeschwemmt wird. Für 2 Personen eine oft schweißtreibende Beschäftigung.

Der Antrieb mittels Ruder wird nur mehr bei Motorausfall erfolgen. Kaum ein Blauwassersegler ist noch ohne Außenbordmotor unterwegs. Die Motorleistung ist aber wieder eine elementare Frage. Ein bestimmender Faktor ist die Größe und das Gewicht des anzutreibenden Beiboots. Die Hersteller geben maximale Leistungen an und daran kann man sich orientieren. Ein Beiboot mit einer maximal installierbaren Leistung von beispielsweise 15 PS wird mit 2 PS nur sehr behäbig zu bewegen sein und mit 25 PS Schaden nehmen. 


Ein kleiner Motor mag zwar einfacher zu transportieren und montieren sein, aber wenn wenn es mal gegen Wind und Welle mit einem Großeinkauf zurück soll, kann der Weg endlos erscheinen.

Die verbreitetsten Beibootgrößen sind Längen zwischen 2,5 und 3,3 m Länge und Motoren zwischen 5 und 15 PS.

Der Mittelwert liegt also bei ca. 3 m Länge und 10 PS. Die Tragfähigkeit beträgt dann schon bis zu 400 kg und damit lassen sich schon 2 Personen mit 3 Kanistern mit je 25 Liter Disel, Benzin oder Wasser zügig bewegen.

ein schmales Beiboot ist leichter zu verstauenEin kleines zusammenlegbares „Notboot“ hat schon manchem, der in exotischen Gegenden sein Beiboot verloren hat, und keine Möglichkeit hatte Ersatz zu beschaffen, das Leben wesentlich erleichtert. Wenn also Platz vorhanden ist, ist er dafür gut verwendet.

Einige Hersteller bieten auch die Möglichkeit an das Beiboot mit Segel auszustatten. Das erscheint jedoch eher als zusätzliche Antriebsmöglichkeit zur Freizeitgestaltung zu dienen denn als Hauptantrieb.

Kajaks aus Kunststoff sieht man auch manchmal auf Langfahrtbooten. Ebenso wie Surfbretter ermöglichen sie ein wenig sportliche Betätigung im sonst oft bewegungsarmen Leben des Langfahrtsegelers.

   
   
   

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