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Elektronik

Eine der am rasantesten Fortschritte machenden Bereiche, nicht nur im Yachtsport, ist die Elektronik.

Sowie sie Einzug gehalten hat in den Haushalt und die Berufswelt so hat sie auch in unseren Yachten ihren Platz gefunden. Die Erleichterungen die dadurch auch für uns Langzeitsegler ermöglicht wurden steht oft in keinem Verhältnis zu den Kosten. Nicht zuletzt deshalb, weil die Zuverlässigkeit mancher Produkte fast schon Schiffsuntypisch gut ist! Wenn man Segler nach erfolgter Erdumrundung nach den zuverlässigsten Geräten fragt, ist nicht selten das GPS die erste Wahl. Und dass, obwohl es oft jahrelang Wind und Wetter ausgesetzt ist. 

Das hat andererseits zu einem Zutrauen geführt, der mit guter Seemannschaft manchmal nicht zu vereinbaren ist. Wie schon in der Navigation gesagt, sollte man trotzdem die Möglichkeit nicht außer Acht lassen das all die schönen Dinge einmal versagen können. 

Was sollte man als Blauwassersegler in seinem Schiff mitführen?

Zwei Fragen werden uns auf unsere Reise navigatorisch am meisten beschäftigen: Wo bin ich und wie tief ist das Wasser. 

Zusätzlich zum meist eingebauten GPS sollte man zumindest ein (bei den aktuellen Preisen und der Wichtigkeit auch mehrere) Hand-GPS und natürlich auch die dafür nötigen, vollen Batterien mit sich führen. 

eine Vielzahl an elektronischen Geräten Die Wassertiefe ist immer wichtig. Sowohl bei der Suche nach einem geeigneten Ankerplatz als auch bei der Annäherung an Inseln. Auch als Navigationshilfe ist ein Tiefenmesser manchmal geeignet wenn man zum Beispiel die Küste Südamerikas nördlich des Amazonas entlang segelt ist die Wassertiefe bis 50 Meilen hinaus geringer als 50 m. Die Wassertiefe nimmt zur Küste hin langsam ab. So kann man sich mit dem Tiefenmesser an einer Tiefenlinie entlang bewegen und so in sicherem Abstand zur Küste bleiben.

Sonderformen von Tiefenmessern sind „Fischfinder“ die ein zweidimensionales Bild vom Unterwasserbereich unterhalb des Schiffes zeigen.

Noch komplexere Möglichkeiten bieten Sonargeräte die ein Profil des Unterwasserbereiches vor dem Schiff zeigen. Diese kann man mit einem Radar (siehe unten) vergleichen. Und ähnlich einem Radar muss auch das Bild eines Sonars richtig interpretiert werden.

Vom Tiefenmesser kommen wir gleich zu den klassischen Instrumenten für Segelboote; die Logge (misst Geschwindigkeit durch Wasser und gefrahrene Strecke durch Wasser) und der Windmesser (misst Windgeschwindigkei und -richtung des scheinbaren Bordwindes; ist der Windmesser mit der Logge gekoppelt kann er auch den wahren Wind in Stärke und Richtung errechnen). Beides sind Geräte die fast immer standardmäßig an Bord sind. 

WindmesserDer Windmesser ist hilfreich um den Zeitpunkt des Reffens besser bestimmen zu können. Eine alte Regel sagt zwar – richtiger weise – reffen sollte man, wenn man das erste Mal daran denkt. Aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wenn man tagelang bei konstanter Windstärke segelt (vielleicht noch vor dem Wind) spürt man die langsam steigende Windstärke nicht sofort. Speziell bei Katamaranen, die durch fehlende Krängung weniger Gefühl für mehr Wind vermitteln, sind Windmessanlagen und Refftabellen sinnvoll. Letzteres sind Tabellendie auflisten, bei welcher Windstärke welche Segelfläche gefahren werden darf.

Außerdem wird die Windstärke unterschiedlich gefühlt und man kann durch Messung vielen Diskussionen an Bord entgehen wann aus- oder eingerefft werden muss.

Ein sehr nützliches Gerät ist der Radar.

Nur dieses Technologie ermöglicht eine zuverlässige Entfernungsmessung von der eigenen Yacht zu einem andern Objekt. 

Ein Beispiel aus der Praxis:

Wir selbst sind in der Dunkelheit nach Aitutaki (Cook Island) gekommen. Die Seekarte (Kartenplotter) zeigte einen Abstand von einer halben Meile zum vorgelagerten Riff an. Ein Blick auf den Radarschirm ließ uns aufschrecken da wir tatsächlich nur mehr ca. 1 Kabellänge (weniger als 200m) vor den Riffen entfernt waren. Zu sehen waren auf dem Radarschirm natürlich nicht die unter Wasser liegenden Riffe sonder die Wellen die sich darauf gebrochen haben.

Innenleben eines RadargerätesDamit sind wir bei der Problematik von Radarbildern. Das interpretieren eines Radarbildes erfordert einige Übung. Die Justierung der verschiedenen Parameter und deren Auswirkungen müssen (am Besten bei schönem Wetter bei guter Sicht) erlernt werden. Es ist ungeheuer wichtig die Funktionsweise und die Grenzen eines Radargerätes zu kennen.

Als sehr nützlich hat sich das Radargerät auch aus langen Ozeanreisen erwiesen wenn am es als zusätzliche „Wache“ einsetzt. Die meisten Geräte erlauben einen stromsparenden „Watch – Modus“ bei dem sich das Gerät alle 10 bis 20 Minuten kurz einschaltet und bei erkennen eines Objektes akustisch Alarm gibt. Dies Objekte müssen nicht notwendigerweise Schiffe oder Inseln sein. Beispielsweise kann man damit auch eine herannahende Gewitterfront ausmachen und rechtzeitig die Segelfläche verkleinern.

Völlig anders funktioniert das AIS. Es wird zwar manchmal als AIS-Radar bezeichnet hat damit aber technisch nichts zu tun. Das Radargerät sendet Strahlen aus und erzeugt aus den Reflektionen das Radarbild. Der AIS-Empfänger empfängt die von AIS Sendern anderer Schiffe oder sonstiger Objekte ausgestrahlten UKW-Strahlen, ermittelt die darin enthaltenen Computer-Daten und gibt diese auf einem Display aus.

Dort kann man alles wissenswerte über den Sender ablesen. Bei Schiffen: Schiffsname und Kennung, Kurs, Geschwindigkeit (oder ob geankert wird) aber auch Schiffsgröße, Ladung und vieles mehr. Bei Bojen beispilesweise deren Position und sonstige Daten.

In stark befahrenen Gebieten wie der "Strasse von Singapur" ist dieses Hilfsmittel ungemein nützlich, ja sogar teils vorgeschrieben! Etwa wenn man in Singapur von eoinem Hafen zum anderen Fahren möchte. Ein anderer ganz wichtiger Vorteil eines AIS Empfängers ist, daß man den Schiffsnamen des anderen ablesen kann. Da die Hörwache auf UKW Kanal 16 seit einiger Zeit eingestellt ist, antworten die „Großen“ meist nur wenn sie direkt angesprochen werden. Und da wir kleinen Segelboote oft schwer zu erkennen sind, kann man sich damit helfen das Schiff per Funk über seine Anwesenheit in Kenntnis zu setzten. Verfügt man selbst über einen AIS Sender, wird man von den Schiffen die über AIS Empfänger verfügen natürlich empfangen und kann so einfacher gefährliche Situationen verhindern. AIS Geräte sind heute vorschrift füe alle Schiffe mit mehr als 300 BRZ im internationalen Betrieb (500 BRZ im nationalen), oder wenn das Schiff mehr als 20 m Länge hat oder mehr als 50 Passagiere befördert.

All diese Geräte können auch vernetzt werden. Darunter versteht man den Zusammenschluss verschiedener Geräte zum gegenseitigen Austausch deren Daten. 

So kann man zum Beispiel das vom Radar gelieferte Bild über das Kartenbild des Kartenplotters legen und sieht so die tatsächliche Position von Schiffen auf der Karte sichtbar machen. Auch das Einblenden von AIS Daten ist möglich. So können auf einem Display alle Daten dargestellt werden. Sowohl im Schiff, als auch am Steuerstand.

Der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

   
   
   

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