free templates joomla
   

Forum  

Forum offline
   
   

Navigation

Wie in keinem anderen Teilgebiet der Langfahrtszene hat der Einzug der Elektronik in den letzten Jahrzehnten die Navigation revolutioniert!

Waren bis in die 1980 er Jahre die Segler in Küstennähe auf Geräte wie Peilkompass angewiesen, so mussten sie, wenn die Landsicht nicht gegeben war, auf Astronavigation ausweichen. Auch wenn der Handhabung des Sextanten manchmal etwas Mystisches anheim kommt, so handelt es sich bei der Astronavigation vor allem um eine große mathematische Aufgabe, die sorgfältiges Arbeiten erfordert.

Die Erzeugung von preiswerten Empfangsgeräten von GPS ("Global-Position-System", welches vom amerikanischen Militär betrieben wird) hat es für jedermann möglich gemacht praktisch immer, überall und in Minutenschnelle seine exakte Position auf dem Globus zu bestimmen.

Heute werden Sextanten und die zur Berechnung nötigen Tabellenbücher (die jährlich erneuert werden müssen) meist nur mehr als Backup (als Ersatz bei Ausfall des GPS Systems) mitgeführt. Trotzdem sollte man bedenken, dass sowohl die Winkelmessung als auch der Rechenvorgang zur Positionsbestimmung nur dann ausreichend exakte Ergebnisse liefert, wenn man über ausreichende Übung und Routine verfügt. Wenn man auf den langen Ozeanstrecken unterwegs ist, bietet sich zur Übung eine Positionsbestimmung mittels Sextant an. Ein netter Zeitvertreib mit einem guten Hintergrund. Dabei erkennt man auch die Grenzen der Genauigkeit sehr schnell und man hat noch mehr Respekt vor den Leistungen der Seefahrer vergangener Tage.

Das GPS hat aber nicht nur die Sextanten und die Jahrbücher in die Schapps moderner Segelboote verbannt sondern auch die Werkzeuge der terrestrischen Navigation.

so ungenau können Karten sein - hier beispielsweise in VanuatuKaum jemand misst heute noch die Peilungen von Landmarken und zeichnet diese, nach korrekter Kursumwandlung, in Papierkarten ein. Zu einfach hat es die moderne Elektronik mit den verschiedensten Plottersystemen gemacht! GPS und Plotter eingeschaltet und gleich sehen wir (vermeintlich genau) wo wir uns auf der bunten Seekarte befinden!

Mitnichten! Schon eine durchgebrannte Sicherung zwischen den schönen Riffen von Fidschi kann den Puls schlagartig beschleunigen.

Wenn man über die Notwendigkeit eines Backups auf hoher See vielleicht diskutieren kann, sollte sich die Frage in Landnähe nicht stellen.

Dass das GPS-System abgeschaltet wird (was gerne als Argument in die Diskussion eingebracht wird) ist weit unwahrscheinlicher, als dass das Wetter tagelang keine Messung mit dem Sextanten ermöglicht. Und falls wirklich mal ein Satellit falsche Daten übermittelt dann werden die in den nächsten Stunden korrigiert. Was soll schon fernab der Küsten groß passieren?

Wenn aber diese falsche Position in Küstennähe durchgegeben wird oder durch ein generelles Stromproblem auf der Yacht der Plotter ausfällt, können ein paar Minuten entscheidend sein! Gut, wenn man dann die Papierkarte zur Hand hat und die letzte richtige Position aus dem Logbuch nicht zu alt ist.

Papierkarten und Peilwerkzeuge hat jeder verantwortungsbewusste Skipper dabei.

Natürlich ist es ein bisschen viel verlangt für eine komplette Weltumsegelung alle Detailkarten mit zuführen. Aber für die nächsten Strecken sollte gesorgt sein. Zum Beispiel kann man vor der Abfahrt die nötigen Karten der nächsten Strecke ausdrucken.

SextantHier hat die Navigationslösung auf dem Computer klare Vorteile gegenüber Plottersystemen.

Auf praktisch jeder Yacht auf „Großer Fahrt“ findet man heute elektronische Kartensysteme in dieser oder jener Form. Ob Rasterkarten oder Vektorkarten, ob Standardcomputer oder Plottersystem mit totaler Vernetzung mit Windmessgeräten, Radar und Sonargeräten, die Industrie hat viel Lösungen anzubieten. Sowohl kommerzielle als auch freie Systeme mit kostenpflichtigen oder kostenlosen Karten sind im Angebot.

Auch spezielle Tidenprogramme und Programme zur Berechnung von terrestrischer und Astronavigation, selbst zur Bestimmung der besten Jahreszeit für eine bestimmte Route gibt es Programme die, die sogenannten „Pilot Charts“ bereitstellen, gibt es zur Auswahl.

Es sollte für jeden was zu finden sein. Denn trotz der vorgenannten Bedenken zur Ausfallsicherheit muss man sagen, das diese Systeme meist pflichtbewusst ihre Arbeit machen und das moderne Segelerleben um vieles leichter und sicherer

   
   
   

Login  

Bitte hier anmelden oder Registrieren, wenn du alle Beiträge sehen und nutzen möchtest!

 Bitte wähle deine Sprache aus dem Menue!
   

translate

   

Wer ist online  

Aktuell sind 72 Gäste und keine Mitglieder online

   

Neuestes Mitglied  

  • unokepa
  • iricogo
  • atafujovil
   

Meine Forumsbeiträge

Forum offline
   
© 2011-2016 Globalsail.info