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Motoren an Bord

Ob Diesel oder Benzin?

Diese Frage wird sich in den meisten Fällen nicht stellen. Mit wenigen Ausnahmen bei Selbstbauschiffen (z.B. Wharram Katamaranen) hat sich der Dieselmotor einen fast unumstößlichen Platz in den Rümpfen der Schiffe erobert. Und das nicht ohne Grund. 

Der Dieselmotor ist ein Selbstzünder der, anders als beim Benzinmotor keine Elektrik für den eigentlichen Betrieb braucht. Wenn er einmal läuft dann ist er fast nicht kaputtzukriegen. Einflüsse wie Feuchtigkeit – die den Benzinmotor ins stottern bringen können, lassen den Diesel unberührt. 

Der Dieselmotor wird häufig nicht nur als „Flauteschieber“ herangenommen sondern je nach Energiekonzept auch als Erzeuger von elektrischer Energie zum Batterieladen, als Antrieb für den Kühlkompressor des Kühlschrankes/Tiefkühlers. Eine Hydraulikpumpe für die Ankerwinsch ist manchmal ebenso angeflanscht wie der Wassermacher.  Warmwasser produziert er oft noch nebenher.

Eine derartige Abhängigkeit setzt natürlich eine zuverlässige Maschine voraus und konstruktiv ist der Dieselmotor dafür bestens geeignet. Diese robusten Maschinen sind für viele tausend Betriebsstunden ausgelegt und wenn man die relativ einfache Wartung nicht vernachlässigt, auf eine störungsfreie Kühlung achtet, firsche Luft und sauberen Diesel zuführt, so wird man mit einem zuverlässigen Partner belohnt.

Meist wird die Kühlung heute als Zweikreiskühlung ausgeführt, was gewährleistet, daß das Salzwasser nicht mit der eigentlichen Maschine in Berührung kommt. 

Luftgekühlte Maschinen sind zwar denkbar aber auf Schiffen unserer Größenordnung praktisch nicht gebräuchlich. Zu groß sind die Anforderungen an Kühlluft Zu- und Abfuhr. Dazu das heiße Auspuffsystem (dieses wird bei Wasserkühlung mitgekühlt) und die deutlich größere Geräuschentwicklung machen dieses System wenig attraktiv.

Der Diesel hat auch als Treibstoff einen wesentlichen Vorteil. Die Explosionsgefahr ist vergleichsweise deutlich geringer als bei Benzin. Und wer einmal die Tanks gefüllt hat und auch noch eine Reihe Zusatzkanister an Deck verstaut hat, um sicher durch das Flautengebiet von Panama nach Galapagos zu kommen wird froh sein nicht auf einer Bombe sitzen zu müssen.

Die Nachteile des Diesels, lauteres Laufgeräusch, unsanfterer Lauf und höheres Gewicht, werden durch die vielen Vorteile mehr als aufgewogen.

Wenn mal einen Einfluss auf das Fabrikat hat sollte man sich bei anderen Langfahrtseglern erkundigen welcher Hersteller den besten Ruf hat und vor allem die beste Ersatzteilversorgung, auch im geplanten Reisegebiet, bietet.

Andere derzeit mehr im Experimentierstadium befindliche Antriebskonzepte wie diesel - eletrische oder hybride Antriebe müssen sich erst über lange Zeiträume bewähren bevor sie sich in der Langfahrtszene einen Platz erobern können.

Als Antrieb für das Beiboot ist der Benzinaußenbordmotor aber der Standardantrieb der auf vielen Langfahrtjachten seit Jahren zuverlässig seine Dienst tut. Hier ist der Gewichtsvorteil gegenüber eines Dieselaußenborders (für die es gibt kaum noch Anbieter gibt) von entscheidender Bedeutung.

   
   
   

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