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Gas in der Pantry

Immer wieder kommt es zu schrecklichen Unfällen aufgrund fehlerhafter Gasanlagen auf Yachten.

Gasexplosion

Gasexplosion

So zum Beispiel am 7. Jänner 2012, als in der Bahia-Honda, einer Marina in Puerto La Cruz in Venezuela, bei der Explosion der Segelyacht „Sea Dancer“ zwei Menschen getötet und mehrere verletzt wurden.

Solche Katastrophen könnten praktisch immer verhindert werden, wenn einige grundsätzliche Regeln, bei der Verwendung von Gas als Energiequelle zum Kochen auf Yachten, beachtet werden.

Das Gas, welches wir in unseren Gasflaschen mit uns führen, ist schwerer als Luft. Das bedeutet, dass bei einem eventuellen Leck das Gas zum Boden absinkt. Da Schiffe, im Innenraum nach unten, keine Möglichkeit des Abflusses haben bildet sich eine unsichtbare „Pfütze“ die beim geringsten Funken zur Explosion kommen kann. Schon das Betätigen eines Lichtschalters kann so zur Katastrophe führen.

AusstattungEs sind folgende Punkte zu beachten:

Alle! Gasbehälter, gleich ob gerade in Betrieb, als Ersatz eingelagert oder als Leergut mitgeführt, müssen sich an einem Ort im Schiff befinden, der eine zuverlässige Möglichkeit bietet, eventuell austretendes Gas ausschließlich nach unten, aus dem Schiffsinneren austreten zu lassen. Zu Vermeiden ist das gemeinsame Lagern von Leinen, Reinigungstüchern oder Ähnlichem, welche die Gefahr bergen, die Ablauföffnung zu blockieren bzw. zu verstopfen.

Bei Nichtgebrauch, also wenn gerade kein Gas entnommen wird, sollte die Gasleitung möglichst am Flaschenventil geschlossen sein.

Gasfernschalter

Sehr komfortabel und zuverlässig sind sogenannte elektrische Fernschaltventile. Diese werden direkt am Flaschenventil angebracht und öffnen sich elektrisch.

Wird der elektrische Strom abgeschaltet (oder aufgrund eines Fehlers die Stromzufuhr unterbrochen) schließt das Ventil automatisch.

Eine Kontrollleuchte zeigt den Schaltzustand des Ventils an. Der Stromverbrauch solcher Systeme ist vernachlässigbar.

Spezial GasleitungDie Gasleitung sollte ausschließlich aus geeigneten Kupferleitungen und/oder speziell für den Betrieb mit Gas gefertigten Schläuchen ausgeführt sein. Alle verwendeten Gasschläuche müssen regelmäßig geprüft werden. Neuralgische Stellen sind beispielsweise Durchgänge durch Wände. Insbesondere bei Verwendung einer kardanischen Aufhängung des Herdes kommt es bei der Anschlussleitung durch die Bewegung zu erhöhter Belastung. Die Ausführung der Leitung sollte man einem Fachmann überlassen.

Alle Kochstellen müssen mit Sicherheitsbrennern ausgestattet sein. Damit ist gemeint, dass der Gasaustritt am Brenner nur möglich ist, wenn der Knopf des Reglers gedrückt ist, oder die Flamme einen Temperaturfühler erhitzt. Sollte die Flamme, beispielsweise durch einen Windstoß oder überschwallendes Kochgut, gelöscht werden, wird die Gaszufuhr automatisch unterbrochen.

Eine weitere Verbesserung der Sicherheit bieten Gas-Sensoren, welche an der tiefsten Stelle im Schiffsinneren montiert werden. Diese „Schnüffler“ geben bei Erkennen geringer Mengen von Gas einen akustischen Alarm.

Wenn man all diese Punkte beherzigt, wird man mit einem weltweit sehr verbreiteten, energiereichen und einfach zu handhabenden Energieträger auf lange Zeit seine Pantry versorgen können.

   
   
   

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