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Tödliche Pantry

Am um 6:30 Lokalzeit, am 2. Jänner 2014 erschütterte ein Explosion die Docks des „Vista Rio Hotel und Marina“ in Rio Dulce/Guatemala.

Aus diesem Wrach kletterte RichardAus der 37 Fuss Yacht „Panacea“ , einer Hunter „Cherubini“, kletterte Richard Mutzing, der Eigner. Er erlitt Verbrennungen 1 und 2 Grades von denen über 90 % seiner Hautoberfläche betroffen waren. Richard wurde mit dem Hubschrauber nach Guatemala City ins Krankenhaus geflogen, wo er 10 Tage später an den Folgen seiner Verletzungen verstarb. 

Was war geschehen?

Die Untersuchungen haben folgendes ergeben: 

die "Panacea" sinktDie Teile der Gasanlage wurden aus dem Wrack geborgen. Sowohl die Gasflasche als auch der Gasherd waren veraltet und selbst minimalen Sicherheitsrichtlinien nicht genügend.... unaufhaltsam

Weiteres fand sich an der Flasche kein fernbedienbares Ventil mit dem eine komfortable und sicher Absperrung der Gaszufuhr erfolgen hätte können. Die Leitung ins Schiffsinnere erfolge mittels eines Schlauches, der offensichtlich durchgebissen war. 

Richard Mutzing beklage sich seit einiger Zeit über sein Problem Ratten an Bord zu haben. 

durchgenagt!

Offensichtlich hatte einer der Nager in der Nacht zum betroffener Stegnachbar2. Jänner eine Schlauchleitung durchgebissen und so das Gas zum Ausströmen gebracht. Als sich Richard am Morgen eine Zigarette ansteckte kam es zu dem folgenschweren Unfall, bei dem er ums Leben kam. 

Bei der Explosion wurden auch einige Nachbarboote beschädigt und die „Panacea“ sank.

Quelle: riodulcechisme.com

gebrochener Mast

Ein weiterer tragischer Unfall ereignete aufgrund falscher Verwendung von Gas:

Der knapp 10 m lange Muschelfänger „Eshcol“ verbrachte die Nacht am 15. Jänner 2014 im Hafen von „Whitby“ in der englischen Grafschaft „North Yorkshire“. An Bord befanden sich die beiden Fischer Mark Arries (26) und Edward Ide (21). 

Das Boot war bei einem kleinen Markt festgemacht, nahe dem Marktgebäude. Der Platz ist reserviert zum betanken der Schiffe. Erst als ein Tankschiff anlegen wollte wurde die Tragödie bemerkt.

Der Ort des tragischen Unfalls

Man versuchte durch Rufe die Mannschaft auf sich aufmerksam zu machen. Als keine Reaktion erfolgte ging man an Bord. Dort fand man die beiden Fischer tot in ihren Kojen. 

Die beiden hatten offensichtlich den Ofen in der kleinen Pantry als Heizung verwendet. Der Butangas-Ofen sollte sowohl die Pantry, als auch den Schlafbereich erwärmen. Die Türe nach außen wurde geschlossen, was einen Luftaustausch verhinderte. Dabei kam es zum Austritt von Kohlenmonoxid. 

Diese Gas ist geruchs- und geschmacklos und für Menschen tödlich. Die „Eshcol“ hatte keinen „Gasmelder“ an Bord.

Quelle: thenorthernecho.co.uk

Das Fazit aus diesen beiden Fällen:

Gas ist ein praktischer und weltweit verfügbarer Brennstoff, der gerne zum Betrieb von Schiffsöfen genutzt wird. Die einfache Handhabung darf jedoch nicht zur Nachlässigkeit führen.

Das Gas, welches in unseren Schiffen Verwendung findet (meist Propan oder Butan) ist schwerer als Luft. Das bedeutet, das es absinkt und sich am Schiffsboden sammelt. Dort kann es nicht entweichen. Das Schiffsinnere ist kein geeigneter Lagerplatz für Gasflaschen – egal ob voll oder leer.

Gasgeräte müssen von einem Fachmann installiert und regelmäßig geprüft werden.

Die Gaszufuhr ist bei Nichtgebrauch zu unterbrechen. Am einfachsten lässt sich dies mit einem elektrischen Fernschalter bewältigen.

Alle Leitungen sollten regelmäßig geprüft werden. Speziell Wanddurchlässe können bei mangelhafter Ausführung leicht durch scheuern.

Bewegliche Gasleitungen, wie sie z. B. Für kardanisch aufgehängte Herde Verwendung finden, sind ein Verschleißteil und gehören nicht nur regelmäßig geprüft sondern auch routinemäßig getauscht.

Ein Gasherd ist ein Kochgerät und keine Heizung.

Gasmelder sind preiswert und einfach zu installieren und erhöhen die Sicherheit enorm.

   
   
   

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