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Sicherheitsausrüstung

Der wichtigste Teil der Sicherheitsausrüstung ist eine gute Seemanschaft.

Das elementarste Anliegen muss die Unfallvermeidung sein.

Die Frage nach einem über Bord gegangenen Crew Mitglied darf sich gar nicht erst stellen.

Denn eine Bergung ist auf hoher See bei der kleinen Mannschaft ist realistisch gesehen fast nicht möglich. Solche schrecklichen Unglücke passieren ja immer bei schlechten Wetterkonditionen, unter Autopilot und bei Nacht. Wenn dann nur 2 Personen an Bord sind und eine davon schläft …. Aber selbst wen der Partner schnell auf den Unfall reagieren kann ist die Chance die Unglücksperson zu finden und an Bord zu zerren eher gering.

Es sind also Vorkehrungen zu treffen um alle Arten von Unfall auszuschließen. Ein Beinbruch fernab medizinischer Hilfe kann durchaus als lebensbedrohliche Verletzung angesehen werden. Also Vorsicht bei jedem Handgriff. Jede Klemme erst auf Last prüfen bevor man sie öffnet. Bei unruhiger See besser mit Ölzeughose kochen als Verbrühungen zu riskieren.

Das Verlassen des Cockpits sollte grundsätzlich mit dem Partner abgestimmt werden. Sorgleinen sind immer zu fahren. Vor allem in der Nacht darf ausschließlich angeleint das Cockpit verlassen werden. Bei jeder Art von Arbeit außerhalb des Cockpits ist eine Sicherheitsleine zu tragen. Auch wenn „nur“ ein Fisch eingeholt wird! Zu schnell ist man abgelenkt, man rutscht aus und schon ist's passiert.

Feuer ist eine ständige GefahrIn der Pantry ist eine Löschdecke im Bereich des Herdes eine gute Möglichkeit einen kleinen Brand zu löschen.

Mindestens 2 Feuerlöscher sind an unterschiedlichen, aber sowohl von innen als auch von außen gut zu erreichenden Plätzen montiert werden. Sie sollten immer einsatzbereit und gut gewartet sein. Ein verrosteter Sicherungsstifft kan die Inbetriebnahme entscheidend behindern. Die Gefahr das Schiff durch Feuer auf See zu verlieren ist wahrscheinlich größer als die Gefahr durch Kollision mit einem Frachter.

Das Schiff zu verlassen ist wirklich nur im äußersten Notfall zu empfehlen. Immer wieder werden leere Segeljachten gefunden die manchmal beschädigt sind, aber noch einwandfrei schwimmen. Oft fehlt leider von der Crew jede Spur. Offensichtlich wurden diese Schiffe viel zu früh aufgegeben. Häufig sind Schiffe bedeutend härter im nehmen als die Mannschaft.

Schnell ist das Feuer nicht mehr kontrollierbarFür den wirklichen Notfall, daß das Schiff verlassen werden muss, sollte man trotzdem Vorkehrungen treffen. Vor Antritt der Reise sollte man sich eine Liste erstellen, was alles beim Verlassen des Schiffes mitzunehmen ist. Diese Liste ist griffbereit zu halten und soll die Möglichkeit bieten abgehackt zu werden (Bleistift dazu!). Nur so ist gewährleistet das man in kürzester Zeit möglichst viele wertvolle Ausrüstungsgegenstände einpackt. Ein Notfallpack, ein schwimmfähigen Behälter der die wichtigsten Sachen wasserdicht verschlossen enthält, ist eine praktische Sache.

Die Notwendigkeit von Sicherungsleinen wurde schon angesprochen. Ideal ist die Kombination mit Rettungswesten, da darin ein gutes Tragegestell enthalten ist. Moderne, selbstaufblasende, ohnmachtssichere Westen sind einigermaßen komfortabel zu tragen. Wenn auch im Falle eines „Über Bord gehen“ die Chance der Bergung gering ist wird durch das Tragen der Rettungsweste die Erkennbarkeit und damit die Chance auf das Finden des Unglücklichen deutlich erhöht und das ermüdende Schwimmen abgenommen.

Rettungsinsel bei der WartungWenn das Schiff wirklich verlassen werden muss z.B. bei Feuer, dann bleibt meist nur die Rettungsinsel. Wenn genug Zeit bleibt, sollte auch das Beiboot (mit Motor und Treibstoff) mitgenommen werden, da man damit, im Gegensatz zur Rettungsinsel, steuern kann und zumindest Strecken von wenigen Meilen zielgerichtet anvisieren undanfahren kann.

Außerdem ist ein zusätzlicher Platz um die Beine auszustrecken bei längerem Aufenthalt in einer Rettungsinsel sehr angenehm.

Der Platz in einer Rettungsinsel wird meist überschätzt. Wie auch schon die Möglichkeit überhaupt einzusteigen. Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man einmal ein Sicherheitstraining mitmachen bei dem die Möglichkeit geboten wird, eine Rettungsinsel aus dem Wasser zu besteigen.

Die Ausrüstung, die der Rettungsinsel beigepackt ist, ist als Minimalausrüstung zu verstehen. Diese sollte um das oben erwähnte Notfallpaket erweitert werden. Vor allem Trinkwasser kann nie genug vorhanden sein. Auch Batterien sind besser im externen Notfallpaket zu lagern, da sie nur so regelmäßig ausgewechselt werden können. Auslaufende Batterien können die Kunststoffhülle der Rettungsinsel zerstören und im Ernstfall unbrauchbar machen!

Eine gute Isolierschicht der Rettungsinsel ist auch in tropischen Gewässern empfehlenswert, um Unterkühlungen zu vermeiden.

Signalfeuer bzw. Signalpistole gehören mit in das Notfallpack. Deren Sichtweite wird auch gerne überschätzt. Die meisten Signalfeurwerkskörper steigen nur 100 m hoch und sind kaum 10 Meilen weit auszumachen.

Genauso alle verfügbaren Kommunikationsmittel. Mobiltelefon, Idealerweise Satelitentelefon, UKW Funkgerät, Hand-GPS alles mit Ersatzbatterien! Jedes Teil kann bei richtiger Funktion zur Überlebensfrage werden vor allem die Epirb.

Diese Notfallbarken, die je nach Ausstattung in der Lage sind in minutenschnelle die Position des Unglücks an eine zentrale Stelle zu übermitteln, gehören selbstverständlich auf jedes seegehende Schiff.

Ein ganz wichtiger Punkt: Absolut jedes Crewmitglied an Bord muß mit allen die Sicherheit betreffenden Gerätschaften vor dem Ablegen vertraut gemacht werden!

An wichtigsten, bei all den Vorbereitungen die wir treffen, ist, nicht zu vergessen dass all diese Dinge einer guten Wartung bedürfen. Die beste Epirb nützt nur dann, wenn die Batterien in der Lage sind möglichst lange ein Notsignal zu senden und damit das erfolgreiche Anpeilen durch Rettungsschiffe zu ermöglichen. Wartungsintervalle sind einzuhalten.

Das ist ein wichtiger Teil in der Reiseplanung, da man in vielen Ländern nicht die Unternehmen finden wird, die eine fachgerechte Wartung der Sicherheitsausrüstung durchführen können.

   
   
   

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