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GMDSS

Sicherheitskonzept

GMDSS ist ein landgestütztes System, welches terrestrische und Satellitenkommunikation verbindet um eine möglichst kurze Reaktionszeit im Ernstfall zu realisieren.

Die frühen Zeiten

Funkgeräte wurden am Beginn des 20 ten Jahrhunderts erstmals auf Schiffen installiert. Der wichtigste Beweggrund lag zu dieser Zeit darin, den meist betuchten Passagieren eine Kommunikationsmöglichkeit während der Seereisen zu bieten. Es gab weder eine Vorschrift die Schiffen zur Ausrüstung mit einem Funkgerät verpflichteten, noch gab es festgelegte Zeiten an denen eine Hörwache festgelegt war. Das war ein wesentlicher Schwachpunkt in der Regulation des internationalen Funkverkehrs auf See.

Das alles änderte sich an einer kalten, klaren Nacht im Jahre 1912!

Das damals modernste Kreuzfahrtschiff, die RMS Titanic, sank auf ihrer Jungfernfahrt von Europa nach Nordamerika nach Kollision mit einem Eisberg. Ca. 1500 Personen starben bei der Katastrophe. Nur ca. 700 Überlebende wurden hauptsächlich dank der Funker an Bord der Titanic in Sicherheit gebracht. Die beiden Funkoffizier konnten noch Kontakt zu anderen Schiffen aufnehmen welche sogleich zur Hilfe herannahten.

Ausgerechnet das Schiff welches am Nächsten der Katastrophe war, konnte aber nicht informiert werden. Der dortige Funker war nach 12 Stunden Dienst zur Ruhe gegangen und hatte das Funkgerät abgeschaltet.

Nach der Katstrophe

Für die vielen Opfer zu spät, wurden aber in der Folge einige gravierende Änderungen im Funkverkehr auf See eingeführt:

  • Ausrüstungspflicht und Hörwache von und an Funkgeräten.
  • Hirachische Prioritäten im Funkverkehr wurden festgelegt (Notfall- und Sicherheitsnachrichten haben immer Priorität vor normalem Funkverkehr.
  • Notfallfrequenzen wurden festgelegt.
  • Funkpausen um schwache Signale aufnehmen zu können wurden festgelegt.

Das Abkommen darüber wurde von der SOLAS (Saftey of Life at Seas) im Jahre 1920 in Kraft gesetzt.

Bis in die 1970er Jahre hat sich an dieser Struktur nichts geändert. Die Funker saßen 24 Stunden an Kurzwellen- und UKW-Geräten und lauschten auf eventuelle Notfälle. Trat ein Notfall ein wurde dieser oft noch im Morsecode versandt, in der Hoffnung dass jemand diesen aufnimmt und antwortet.

Damalige Technik

Die Funkanlagen mussten gemäß Ausrüstungspflicht eine Mindestreichweite von 150 Seemeilen haben. Die Annahme die dahinter steckte war, dass sich die Berufsschifffahrt auf bekannten und gut frequentierten Schifffahrtsrouten bewegte und ausreichend Landfunkstationen zur Unterstützung existierten.

Bewegte man sich außerhalb der genannten Schifffahrtsrouten, lief man Gefahr, im Notfall nicht gehört zu werden. Viele Schiffe sind nicht zuletzt aus diesem Grund spurlos verschwunden.

Die Technologie die dabei vielfach verwendet wurde stammte noch aus der Zeit des 2 . Weltkriegs.

Änderungen

Im Jahre 1979 beschloss die IMO (International Maritime Organization) daher das ein neues, globales Sicherheitssystem zur Weiterentwicklung der Sicherheit auf See geschaffen werden sollte. Diese System sollte die aktuellste verfügbare Technik nutzen. Geschaffen dabei wurde auch eine internationale SAR (Search and Rescue) Infrastruktur. Das war die Geburtsstunde von GMDSS (Global Marine Distress and Safety System).

Zielsetzung war es, den Ablauf eines Notsignals zu automatisieren und als weitere Konsequenz, die verpflichtende Hörwache auf den Notrufkanälen abzuschaffen.

Das Grundkonzept im neuen System sieht vor, das die SAR Büros und in der Nähe befindliche Schiffe bei einem Notfall automatisch alarmiert werden. Das SAR koordiniert den Einsatz und mit minimaler Zeitverzögerung.

Der Schwerpunkt der Verantwortung wurde also von Schiff zu Schiff auf Schiff zu Land verlegt.

GMDSS wurde aber auch erweitert und kann außer Notfälle auch noch Dringlichkeits- und Sicherheitsalarme handhaben (MSI – Wetter und Navigationswarnungen).

GMDSS wurde 1999 verpflichtend für alle Schiffe über 300 BRZ und alle Passagierschiffe unabhängig der Größe in internationelen Gewässern eingeführt.

   
   
   

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