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Trinkwasser

Man könnte glauben auf dem Meer sind wir von Wasser umgeben und damit sollte es wohl reichen. Aber leider ist Seewasser nun mal kein Trinkwasser.

Man ist also gezwungen, das benötigte „Süßwasser“ mitzuführen. Um den Bedarf abschätzten zu können, stellen wir uns erstmals die Frage, wozu wir das Wasser benötigen.

Schon hier scheiden sich häufig die Geister.

Manch einer sagt: „mir reicht das Wasser, das ich trinke, Zähneputzen beispielsweise kann ich auch mit Salzwasser.“ Richtig – so denken aber nicht alle.

Wer versucht hat Wäsche nur mit Salzwasser zu waschen, wird sich über die lange Trocknungszeit (wenn die Wäsche überhaupt ja richtig trocken wird) wundern. Zumindest spülen sollte man nach dem Waschvorgang mit Süßwasser. Das ist auch zu empfehlen bei der Körperpflege. Sonst schleppt man sich Salzkristalle ins Bett und die Bettwäsche wird klamm.

Die wesentlichsten Wasserverbraucher auf einer Yacht, ohne Reihung, sind:

Trinkwasser, Wasser zur Essenszubereitung und zur Geschirr Reinigung, zur Körperpflege, für Wäsche und für sonstige Reinigungsvorgänge.

Da wir nicht unendlich viel Wasser mit uns führen können, sollte man beim Bereisen abseits von zuverlässigen Frischwasserquellen doch Gedanken machen, wo man etwas sparsamer sein könnte.

Nachfolgend einige Möglichkeiten als Denkanstoß:
Essenszubereitung:

Voraussetzung ist selbstverständlich eine gute Seewasserqualität. Dann kann man durchaus dem Kochwasser für Nudeln 30 bis 50 % Seewasser beimengen. Das Salzen des Wassers kann man sich dann natürlich sparen. Eier oder Kartoffeln kann man in reinem Salzwasser kochen.

Geschirr Reinigung:

Salzwasser zum Geschirrspülen ist nur bedingt geeignet. Der häufige Kontakt mit Salzwasser macht das Geschirr matt. Die meisten Bestecke werden zu rosten beginnen. Um das zu vermeiden, sollte gründlich mit Süßwasser nach gespült werden. Gegen eine gründliche Vorreinigung mit Salzwasser spricht aber nichts.

Körperpflege:

Wenn man schon nicht die Zähne mit Salzwasser putzten, will, so kann man vielleicht das Duschen mit Salzwasser erledigen. Hinterher kann man sich mit Süßwasser die Salzreste aus den Haaren und vom Körper waschen. Der Wasserverbrauch wird dabei enorm gesenkt. Wer für das Nachspülen noch, statt der elektrisch betrieben Dusche, eine Sprühflasche – beispielsweise eine Gartenspritze oder noch einfacher eine Getränkeflasche mit Plastikschraubverschluss (mir einigen Löchern) verwendet, wird erstaunt feststellen mit, wie wenig Wasser man auskommt.

Das Einsparen ist die eine Seite, die Beschaffung von Süßwasser die andere Art um seine Vorräte möglichst zu schonen.

Hier ist ein wenig Phantasie gefragt.

  • Ein Weg ist, einen sauberen Bach, Fluss oder sonstige Quelle am Ufer zu finden. Dort kann man seine Trinkwasserkanister füllen und an Bord verstauen. Sollte man Zweifel an der Trinkbarkeit haben, kann man einerseits mit etwas Chemie (Micropur, Certisil oder vergleichbaren Produkten) nachhelfen oder andererseits das Wasser für weniger sensible Einsatzfälle wie beispielsweise für die Reinigung der Schnorchelausrüstung verwenden.
  • Eine weitere Quelle von Süßwasser ist das Auffangen von Regen. Hierfür ist meist eine Auffangvorrichtung am Schiff anzubringen. Die Wasserqualität des Regens ist in vielen Ländern sehr gut. Es ist aber sinnvoll, bei einsetzendem Regen erst die Auffangvorrichtung abwaschen zu lassen. Dieses erste Wasser kann man durchaus noch für einfache Fälle (Wäsche vorwaschen) verwenden. Verglichen mit dem Wasser, welches man manchmal in Marinas erhält, (Thema: beispielsweise Chlorgehalt) ist Regenwasser oft vorzuziehen.

Grundsätzlich sollte man vorsichtig sein, wenn man Wasser in seine Tanks füllt. Ist der Tank einmal verunreinigt, ist eine Reinigung oft nur mit großem Aufwand und mit viel von dem kostbaren Wasser wieder rein zu kriegen. Ein Vorschalten von Filtern ist durchaus sinnvoll. Es muss jedoch klar sein, dass diese Filter keine eventuell vorhandenen Bakterien herausfiltern.

Um diese in den Griff zu bekommen, ist der Einsatz von Micropur, Certisil oder vergleichbaren Produkten vorzunehmen. Die Wirkung basiert einerseits auf der Beimengung von Chlor um Bakterien und Keime abzutöten und andererseits durch das Hinzufügen von Silberionen, die die Vermehrung der Schädlinge verhindern.

Die beste Art an sauberes und keimfreies Trinkwasser zu kommen ist der Einsatz einer Umkehrosmoseanlage oder schlicht „Wassermacher“ genannt.

   
   
   

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