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Seekrankheit

Jeder, der zum ersten Mal ein Schiff besteigt, fragt sich unwillkürlich, ob er anfällig auf Seekrankheit ist.

Nicht jeder wird bei hohem Seegang automatisch seekrank. Kinder zwischen 2 und 12 Jahren sowie Frauen sind laut Statistik anfälliger als andere Gruppen. Dies ist aber nur eine Statistik und Ausnahmen gibt es häufig.

SeekrankBetreffen kann es jeden und es ist nicht gesagt, wenn jemandem im Auto, in der Bahn, im Bus oder im Flugzeug übel wird, dass diese Person auch seekrank wird. Mir selbst wird immer wieder beim Autofahren schlecht aber seekrank wurde ich auf unserer 8-jährigen Segelreise nur ein einziges Mal auf dem Weg von Papua Neu Guinea in die Torresstraße.

Hier eine Zusammenstellung der wichtigsten Informationen.  Begonnen mit den Symptomen über die Vorbeugung bis hin zur medizinischen Versorgung und danach.
Was ist Seekrankheit und wie macht sie sich bemerkbar?

Die Seekrankheit wird vom Gleichgewichtsorgan im Innenohr ausgelöst. Sie beruht auf einer Überreizung des Gleichgewichtsorgans, welche zu Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüchen und Blässe führen kann.

Eines der ersten Symptome ist das Gähnen. Die Person wird immer ruhiger und blasser. Dies ist ein geeigneter Moment Gegenmaßnahmen zu treffen.

Nach einiger Zeit kann man ein Schwindelgefühl bekommen und der Magen beginnt sich bemerkbar zu machen. Auch jetzt kann man noch zu wirksamen Gegenmaßnahmen greifen.

Wichtig ist, dass man die Zeit zwischen den Symptomen dazu nutzt, auch Medikamente zu nehmen und ihnen Zeit gibt, damit sie auch wirken können.

Wenn man zu lange wartet, kann sich das damit rächen, dass die Medikamente kaum Wirkung zeigen (weil man ja bereits einen Teil wieder ausgespuckt hat) und sich, damit der Leidensweg verlängert.

Wie kann man vorbeugen?

Zunächst mal die wichtigste Sache! Wer sich Seekrank redet – wird Seekrank! Wenn man ständig darüber spricht und daran denkt – wird man Seekrank! Also vermeiden wir schon im Vorfeld dieses Thema unterwegs an Bord zu bereden.

Wir suchen ein lustiges Thema und eventuell Spiele, die man im Freien mit Händen und Gestiken spielen kann. Ablenkung ist angesagt.

Auskühlung des Körpers ebenfalls vermeiden. Also warm einpacken, wenn man in kalten Regionen unterwegs ist oder das Wetter rau und feucht ist.

Jeder Seebär hat ein eigenes Hausmittel um seine eventuell eigene Seekrankheit im Griff zu haben. Allheilmittel gibt es nicht. Viele Medikamente helfen nicht immer jedem, scheinen aber einen Placebo Effekt zu haben und helfen deshalb trotzdem wie medizinischen Studien bewiesen haben.

Wenn nun trotzdem erste Symptome auftreten, der Skipper sollte ein Auge auf seine Crew haben, hilft es häufig das betroffene Crewmitglied ans Ruder zu stellen. Der Blick auf den Horizont gerichtet, das Gehirn mit der Arbeit am Steuer versorgt, kann das betroffene Crewmitglied bald wieder durchatmen. Gibt es mehrere Betroffene, so sollten sie sich abwechseln. Während dem Rudergehen haben verabreichte Medikamente Zeit ihre Wirkung zu entfalten.

Auch auf die Ernährung sollte man ein Augenmerk legen und gewisse Dinge vor dem Auslaufen nicht zu sich nehmen.

Zu den schwer verdaulichen Lebensmitteln zählen:
Paprika – roh, Hartwurst, Speck, geräuchertes, Sauerkraut, Pickles, Hefe, Rotwein, Bier, Alkohol. Lebensmittel von denen man persönlich weis, dass man sie nur schlecht verträgt, ebenfalls meiden!

Ich bevorzuge es auch die ersten Tage, wenn wir länger auf See sind, viel zu essen. Ich habe ständig Hunger nach zwei Tagen ist das vorbei und ich habe ein paar Fastentage vor mir. Hans hingegen isst die ersten ein bis zwei Tage kaum etwas und ist hinterher tagelang hungrig. Dies mag eine leichte Art der Seekrankheit sein, denn sie verschwindet nach einigen Tagen auf See.

Wir haben also auch nur unser eigenes Hausmittel. Ich bin trotzdem der Überzeugung, dass wenn man ein Hungergefühl verspürt, man auch Essen sollte, vor allem leichte Kost und viel Trinken.

Ein Gläschen Orangensaft oder Vitamintabletten bringen Vitamin C in den Körper und auch das soll laut eingehenden Studien von Vorteil gegen die Seekrankheit sein.

Achtung - Auch ein Sonnenstich kann sehr ähnliche Symptome aufweisen!
Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Krämpfe und eventuell Fieber und Bewusstseinsstörungen.

Was tun?
Raus aus der Sonne, Oberkörper hochlagern, Kopf und Nacken mit feuchten Umschlägen kühlen, viel trinken und Hitzestau vermeiden. Kleider öffnen.

Kopfbedeckung zur Vorbeugung aufsetzen.

   
   
   

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