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Kurzwelle


cool imageAls in den 1970 er Jahren der elektrische Strom auf den Yachten Einzug gehalten hat, dauerte es nicht lange bis die ersten Amateurfunker ihre damals sperrigen Geräte an Bord brachten.

Damit leiteten sie einen bis heute andauernden Siegeszug der Kurzwellentechnik im Blauwassersegeln ein. Trotz der besseren Sprachqualität von UKW und der zuverlässigen Verbindung der Mobiltelefonie und den vielfältigen Möglichkeiten des Internets ist die Kurzwellentechnik bis heute die einzige Möglichkeit auf hoher See (mit überschaubaren Kosten) mit anderen in Kontakt zu treten. Außerdem bietet Funk (KW und UKW) die einzigen Möglichkeit direkt zwischen 2 Geprächspartnern zu kommunizieren ohne das eine andere Infrastruktur (wie bei Telefon- oder Satelitendienst) als die beiden Endgeräte zum Betrieb erforderlich sind.

Welche Möglichkeiten gibt es:

Grundsätzlich muss man sich die Frage stellen, ob man am Amateurfunk teilnehmen möchte. Dazu muss man wissen, dass in dem Frequenzbereich den man als Kurzwellenbereich definiert hat (bis 30 MHz), neben dem Amateurfunk auch der Seefunk seinen Platz hat. Auf den Seefunkfrequenzen sind vor allem die Berufsschifffahrt und Küstenstationen anzutreffen. Beide Bereiche werden aber zusehends von der Satellitentechnologie abgelöst. Die meisten Langfahrtsegeln treffen sich auf Amateurfunkfrequenzen.

KW-Funkgerät mit PactorUm auf diesen Amateurfunkfrequenzen senden zu dürfen (höhern ist immer erlaubt) schreibt das Gesetz eine so genannte Amateurfunkprüfung vor. Diese hat den Ruf sehr schwierig zu sein. Dazu ist erklärend zu sagen, dass die Grundidee des Amateurfunk der experimentelle Funk ist. Das bedeutet, dass jeder der eine "Amateurfunk Lizenz" hat, berechtigt ist, sich seine Geräte selbst zu bauen. Da es mit diesen Geräten beispielsweise auch möglich ist den öffentlichen Rundfunk zu stören, ist verständlich, warum der Gesetzgeber erwartet, das Amateurfunker ein breites technisches Wissen haben und sehr viel von der Materie verstehen.

Man sollte aber auch bedenken, dass die elektronische, technische Ausbildung auch in vielen anderen Gebiten der Yachttechnik hilfreich sein kann.

Ein Teil des Amateurfunk beschäftigt sich mit der Übertragung digitaler Signale über Kurzwelle. Für Segler ist das besonders interessant. Es gibt weltweit eine Reihe von Amateurfunker, die ihre aufwändige Technik anderen Amateurfunkern kostenlos zur Verfügung stellen, um beispielsweise über Kurzwelle E-Mails zu übertragen. Das bedeutet für uns, wir haben die Möglichkeit, auf hoher See E-Mails zu empfangen.

Die Dienstleistung geht soweit, dass man mit einer einfachen E-Mail fast alle erdenklichen Wetterinformationen an praktisch jedem beliebigen Ort der Erde erhalten kann. Zusätzlich zur Funkanlage benötigt man noch ein PACTOR Modem.

Der volle Umfang steht nur für Amateurfunker zur Verfügung. Dies ist unter dem Begriff Winlink weltweit fast jedem Blauwassersegler ein Begriff.

Ein ähnlicher kommerzieller Dienst, mit etwas reduziertem Leistungsumfang, ist für Segler ohne Amateurfunklizenz bei Sailmail zur Verfügung.

Wenn auch schon von vielen totgesagt, lebt der Kurzwellenfunk weiter. Und das sehr erfolgreich. Denn auch bei der Sprachübertragung ist es immer wieder faszinierend wenn man über tausende Meilen Entfernung mit anderen spricht.

Der Nachteil der KW Technik ist in der Technologie selbst begründet. Das Frequenzband in dem der Amateurfunk stattfindet, ist, verglichen mit den Frequenzen der Mobiltelefonie, sehr störempfindlich. Stark beeinflusst werden die Ausbreitungsbedingungen sowohl von Sonnenflecken als auch von der Tageszeit. All das führt dazu, dass speziell die Sprachübertragung, nicht immer gewährleistet ist. Die Übertragung von digitalen Signalen ist hingegen deutlich besser und selbst dann noch möglich, wenn man das gesprochene Wort nicht mehr verstehen würde. Außerdem findet man, wie gesagt, rund um den Globus eine ausreichende Anzahl an Funkstationen, von denen mindestens eine, aufgrund der unterschiedlichen Entfernungen und unterschiedlichen Tageszeiten, praktisch immer erreichbar ist.

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