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Schwerer Unfall auf der SY Taurus

Details

Bericht von Christoph SY Taurus

Am letzten Wochenende ist Babsi ca. 1h nach einem Tauchgang in einen wachkomaartigen Zustand verfallen. Zuerst wurde sie mit dem Schiff in das Krankenhaus von Gizo gebracht.

Dort konnte jedoch mangels Einrichtung nur eine sehr wage Diagnose gestellt werden. Da natürlich ein Dekounfall trotz untypischer Symptome nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde sie mit einem Helikopter nach Honiara gebracht, wo es eine sehr simple Druckkammer gibt. Aufgrund der untypischen Symptome und ihrem mehr als hohem Blutdruck wurde diese Behandlung jedoch nicht durchgeführt. Anschließend wurde sie ins Krankenhaus von Honiara gebracht. Das Krankenhaus ist in Summe etwa so ausgestattet wie bei uns eine bessere Arztpraxis und die Angehörigen schlafen neben den Patienten. Die einzige Medizin, die Babsi bekommen hat, war Zucker-Salzlösung sowie blutdrucksenkende Tabletten, es war nahezu unmöglich diese einer wachkomatösen Person einzuflößen. Da zur eindeutigen Diagnose eine Tomographie unerlässlich ist, wurde an einem Flug nach Australien gearbeitet. Dieses Unternehmen war jedoch schwieriger als erwartet, da grundsätzlich von einer Versicherung ausgegangen wird und kein Handgriff erfolgt, ohne dass das Geld am Konto der Transportfirma eingelangt ist.

Foto SY Taurus : CrewEin MediVac Flug nach Australien beispielsweise kostet rund 40.000,-€ das Bereitstellen und Überweisen dieses Betrages in 24h war, zu mindestens für uns, nicht realisierbar. Vielleicht war das alles auch gut so, da sich Babsis Zustand jetzt nach rund vier Tagen zu verbessern beginnt. Am Anfang kann man nur ein Lächeln erahnen, jedoch nach bereits weiteren 24h kann man mit ihr wieder kommunizieren. Mittlerweile hat sie keine Schläuche mehr in sich, isst Fisch und Eiscreme und kann sich bereits selbst aufsetzen!

Das ist einer der glücklichsten Tage in meinem Leben, wenn einem der Mensch, mit dem man bereits sein halbes Leben verbracht hat, wieder erkennt!

An eine Weiterführung der Weltumsegelung ist damit nicht mehr zu denken. Das Ziel ist es, Babsi ehestmöglich nach Österreich zu bringen. Allerdings wird das noch einige Zeit dauern. Die Ärzte haben aufgrund der neuen Lage folgende Empfehlung abgegeben:
Da Fliegen immer ein Risiko ist, wäre es besser für sie, erst mal hier zu bleiben und zu warten (ca. 1 Woche). Anschließend ist ein normaler Flug nach Brisban und eine ambulante Untersuchung am CT notwendig. Danach und vorausgesetzt, dass alles in Ordnung ist, kann man an eine Rückreise nach Österreich denken. Ein Direktflug nach OE wird nicht empfohlen! (Aussage von drei unabhängigen Ärzten!)

Da wir leider auf eine entsprechende Rückholversicherung verzichtet haben, ist das alles mit enormen Kosten verbunden. Bis jetzt sind für Transport, Krankenhaus, …. etwa 9000,- Euro angefallen und wir sind gerade mal 400km vom Unglücksort entfernt). Die tatsächlichen Kosten am Ende sind in keiner Weise abschätzbar, so würde zum Beispiel ein entsprechender Flug nach Österreich mit ca. 200.000€ oder ein Tag in der Intensivstation in Australien mit rund 8.000€ zu Buche schlagen.

Wie es mit unseren Plänen jetzt weitergeht wissen wir noch nicht, fest steht, dass schon aus finanziellen Gründen eine Weiterfahrt unmöglich ist. Was wir jetzt mit unserer Taurus machen steht auch noch in den Sternen.

Insofern möchte ich noch den vielen Menschen danken, die uns bisher tatkräftigst unterstützt haben, allen voran der Crew von SY-La Gitana, welche von Anfang an maßgebend an der bisherigen Organisation vor Ort beteiligt war, als ich eigentlich noch ziemlich unter Schock stand – und sich anschließend um unsere Taurus gekümmert hat. Und natürlich unseren Eltern, welche von daheim alles in Bewegung setzten. Außerdem den vielen Freunden von daheim oder unterwegs, welche sofort und ohne Fragen uns eine finanzielle Unterstützung anboten. Und nicht zu vergessen den Leuten, die uns spontan etwas gespendet haben, um zu mindestens diesen Druck etwas abzumildern.

Natürlich sind wir in dieser Ausnahmesituation auch weiterhin für jegliche Art der Unterstützung dankbar.

Vielen, vielen Dank!!!
Christoph Einspieler

Originalbericht

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