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Reisen als Leben

UrlaubEine wunderbare Möglichkeit der Fortbewegung ist, das Segeln. Millionen Segler weltweit werden das bestätigen. Langfahrtsegeln ist mehr als das. Es ist eine Lebensform!

Die Freude am Segeln gepaart mit der Neugier andere Länder und Kulturen zu besuchen zeichnen den Langfahrtsegler aus. Trotz der Möglichkeit moderner Transportmittel wählen sie den aufwändigen Weg eine Segelreise auf eigenem Kiel.

Der heutige Langfahrtsegler unterscheidet sich häufig von den Pionieren.

  • Die Informationen sind deutlich mehr und einfacher zu bekommen.
  • Die Technik, allen voran das GPS, hat die Navigation und auch das Schiffshandling deutlich erleichtert.
  • Es ist mehr Geld im Spiel. Die Yachten sind größer und aufwendiger ausgerüstet als in den Anfangstagen des Blauwassersegelns.
  • Aber an der Seemannschaft hat sich seit Jahrhunderten nichts geändert.

Bevor man sich entschließt den festen Boden auf Dauer zu verlassen und für lange Zeit auf die schwankenden Planken eines Bootes zu übersiedeln stellt sich eine Reihe von Fragen:

fröhliche SegelgemeinschaftAllen voran: was kostet der Spaß. Weiters sind Versicherungsfragen, welches Boot, welche Ausrüstung, wohin, wie lange, welche Route und so weiter auf der langen Liste.

Wir wollen versuchen die Erfahrungen anderer hier weiterzugeben.

Das tägliche Leben auf einem Boot auf Langfahrt wird nicht nur von „Landratten“ oft falsch eingeschätzt.

Je nach dem Zeitplan und des bereisten Reviers nimmt die eigentliche Reisezeit, also die Zeit in der wirklich gesegelt oder motort wird, unterschiedlichen Anteil an. Aber selbst für eine Weltumsegelung in 3 Jahren (und das ist die absolute Untergrenze wenn man nicht nur Wasser sehen will), beträgt der Anteil an Segeln etwa ein Viertel bis ein Drittel der Reisezeit. Den wesentlich größeren Anteil liegt man vor Anker und manchmal auch in einer Marina.

Einen relativ großen Zeitaufwand beanspruchen die Dinge die zu Hause oft nebenbei erledigt werden können. immer ein Lächeln

Zum Beispiel das Wäschewaschen! Angekommen in einem neuen Land muss man die Möglichkeiten herausfinden wo man eine zuverlässige Wäscherei findet. Dann die Wäsche wasserfest verpacken (wer möchte die frische gewaschene Wäsche mit Salzwasser bespritzt haben) ins Dinghy verfrachten, an Land bringen, ein Taxi organisieren und zur Wäscherei fahren. Entweder dort stundenlang der Waschmaschine und dem (hoffentlich vorhandenen) Trockner zusehen oder die Dienstleistung bezahlen.

Beim Abholen das ganze in der anderen Richtung nochmal. So ist ein ganzer Tag mit einer Tätigkeit verbracht der zu Hause nebenbei beim Fernsehen erledigt werden kann.

Ersatzteilbeschaffung ist fast immer eine zeitraubende Beschäftigung.

Was zu Hause beim Heimwerkerladen um die Ecke auf dem Nachhauseweg mitgenommen wird, muss in vielen Ländern erst gefunden werden. Oft ist aber die Versorgung nicht annähern mit der zu Hause vergleichbar und dann hat man die Wahl zu improvisieren oder um teures Geld die benötigten Teile einfliegen zu lassen. Alleine die Wartezeit hat schon so manchen Segler eine ganze Saison gekostet. Und wer an die bekannten Schnelldienste denkt, muss einerseits die Kosten berücksichtigen und andererseits, in einigen Ländern die länderspezifischen Importgepflogenheiten berücksichtigen.

neue Abenteuer und ErfahrungenIch kenne den Fall eines Seglers der hat in 3 Tagen einen Ersatzpropeller von Österreich nach Venezuela geliefert bekommen, dann aber 3 Monate gebraucht um den Propeller durch die verschlungenen Behördenwege in seine Hände zu manövrieren.

Eins ist also sicher: Langeweile kommt nicht so oft auf.

Nichts desto trotz ist eine vernünftige Planung der Reise, mit entsprechenden Zeitreserven, eine gute Basis, um eventuell auftretende Probleme ohne zusätzlichen Zeitstress zu bewältigen.

Ob die Reise nun 2 oder 10 Jahre dauern soll, die Entscheidung bleibt jedem selbst Überlassen.

Bei der Gelegenheit eine ganz wichtiger Punkt: Die eigene Entscheidung!

Oft fühlt man sich durch ein „zuviel an Gesetzten und Regeln“ eingeengt und erhofft auf hoher See die große Unabhängigkeit.

ein neues LebensgfühlStimmt! Die findet man dort. Aber nicht nur im positiven Sinn. Man hat durch die uneingeschränkte Freiheit der Reiseplanung, des Bevorratens von Lebensmittel, Getränken und des Treibstoffen auch die „Freiheit“ sich zu verplanen und dann ist weit und breit (im wahrsten Sinn des Wortes) niemand der hilfreich zur Seite steht. Kein Klempner kommt mitten am Atlantik und repariert die Wasserversorgung die den Geist aufgegeben hat und wenn man in schlechtes Wetter gerät, dann kann das lange andauern. Wenn dann noch die Selbststeuerung ausfällt (wann sonst?) darf man auch über die gewonnene Freiheit nachdenken und von Hand weitersteuern ohne auf das wachsende Schlafdefizit Rücksicht zu nehmen! Ich kenne Fälle da wurde über 1500 Meilen handgesteuert! Zu zweit.

Klar kann an dabei gleich über Seemannschaft diskutieren warum nicht alle Ersatzteile an Bord sind und außerdem, vor 50 Jahren hat es auch keine Autopiloten auf Yachten gegeben. Das klingt am Stammtisch wunderbar aber alle Ersatzteile kann man nicht mitnehmen sonst würde das Schiff absaufen und die „alte Garde“ war auch aus einem anderen Holz geschnitzt. Zweifellos!

Schauen wir uns nur deren Schiffe und Ausrüstungslisten an. Kaum jemand heute würde so auf große Fahrt gegen. Segelboot mit 9 m Länge, ohne GPS, ohne motorisiertes Beiboot, kein elektrischer Strom, zum Teil keine Maschine, kaum Informationen über die Länder. Wäre natürlich heute verantwortungslos.
Machen wir uns nichts vor! Die Seefahrer die in den 60 und 70er Jahren des 20 Jahrhunderts um die Welt gesegelt sind unterscheiden sich deutlich von der Mehrheit der heutigen Segler.

Das kann man gut oder schlecht finden ändert nichts an der Tatsache.

Heute hat man ein anderes Komfort- und Kommunikationsbedürfnis und nicht zuletzt die technische und soziale Entwicklung der letzten Jahrzehnte ermöglichen heute einer wesendlich größeren Anzahl von Menschen sich einen Traum zu erfüllen der von 100 Jahren selbst einem Kaiser nicht möglich war.

Also noch mal:

Seine Bedürfnisse selbst in die Hand nehmenFür eine schöne erfolgreiche Blauwasserreise ist vor allem eines wichtig: eine vernünftige Planung und damit verbunden ist die erste große Hürde zu bewältigen: Sich selbst richtig einzuschätzen.

Inwieweit kann ich auf Komfort verzichten?

Das beginnt bei der Schiffsgröße und erstreckt sich bis zur Ausrüstung und natürlich auch auf das Gesamtbudget! Besonders bei der Auswahl des Schiffes ist Sorgfalt zu walten. Hier eine Fehlentscheidung ist nur schwer wieder gutzumachen.

Bei der Auswahl der Ausrüstung ist ein alter und nach wie vor gültiger Grundsatz im Hinterkopf zu behalten: alles was nicht an Bord ist kann auch nicht kaputt gehen. KISS nennen es die Anglikaner keep it simple stupid (lass es einfach dumm) wir könnten sagen LEE (lass es einfach).

Aber abschätzen kann das wirklich nur jeder für sich alleine. Schauen wir mal auf die zahlreichen Internetseiten der verschiedenen Segler.

Je komplizierter die Schiffe ausgerüstet waren desto mehr Zeit wurde mit Instandhaltung und Reparaturen verbracht. Oft sind es die kleineren und bescheidener ausgerüsteten Schiffe die mehr Zeit für Besichtigungen hatten als die vermeidlich größeren und schnelleren Yachten.

Das alles soll uns nicht davon abhalten den Wunschtraum einer Langfahrt zu erfüllen. Im Gegenteil!

Schon Mark Twain hat gesagt:

Im Alter bereut man nur die Dinge die man nicht gemacht hat. Nie die, die man gemacht hat.

Im dem Sinne
Anker auf

   
   
   

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