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Kosten der Reise


cool imageDas ist wohl die Frage, die am häufigsten gestellt wird!

Und eine klare Antwort: "Die Reise kostet 1.000,- 3.000,- oder 6.000,- Euro/Monat" gibt es leider wieder nicht.

Klar kann man mit 1.000,- Euro/Monat eine spartanische Reise durchführen. Aber was ist für wen spartanisch? Mit 3.000,- Euro/Monat für 2 Personen kann man relativ entspannt reisen. Zumindest einige von uns. Andererseits findet man Eigner von Megajachten, die sagen: 6.000,- Euro brauch ich im Monat für Sprit.

Aber versuchen wir ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen.

Die Reisekosten setzten sich aus verschiedenen Bereichen zusammen.

Die persönlichen Kosten:

Darunter reihen wir die Lebenshaltungskosten. Sowohl die Lebensmittel und Getränke an Bord als auch die Lokalbesuche. Was man relativ schnell feststellen wird, ist der überraschend große Kostenanteil der Getränke. Und da sprechen wir nicht nur von den Biervernichtern. Auch alkoholfreie Getränke schlagen sich beachtlich zu Buche. Speziell in den Tropen steig der Flüssigkeitsbedarf enorm an, und wenn man nicht nur von Wasser leben will, ist ein entsprechender Budgetposten zu veranschlagen.

Weiters ist auch die Anschaffung von Bekleidung (erstaunlich ist, wie viel Badebekleidung man in den Tropen verschleißt) und sonstiger persönlicher Bedarf wie Brillen, Toiletteartikel und Ähnliches zu berücksichtigen. Man erkennt hier die mögliche Bandbreite Geld auszugeben, wenn’s nur das teure Rasierwasser oder eine Strumpfhose um 50 Euro sein darf.

Je nachdem, wie viel Zeit man ausschließlich Bord verbringt und sich den Sundowner in der Kneipe versagt, kann man Geld sparen. Aber macht man die Reise nur des Sparens willen? Die kritische Selbsteinschätzung ist eines der schwierigsten Themen in diesem Zusammenhang.

Die Reisekosten an sich:

Wie häufig sind Landausflüge geplant. Nur wenige segeln um die Welt, um die ganze Zeit am Schiff zu verbringen.

Der Sinn der Reise ist ja meist Land und Leute der besuchten, einfach Länder kennenzulernen.

Diese Kosten (Leihwagen, Taxikosten, Buskosten, Eintritte, Übernachtungen usw.) sind natürlich wie alles auch sehr stark von den besuchten Ländern abhängig.

Die Preise in Thailand sind nun mal geringer als in Nordeuropa.

Länderspezifische Kosten:

Nicht zuletzt aufgrund der wachsenden Anzahl der Langzeitsegler wurde in vielen Regionen der Erde auch deren wirtschaftliche Bedeutung erkannt. So ist es speziell in relativ armen Ländern immer wieder überraschend, das man für die Einklarierung mit allen nötigen Papieren wie Fahrerlaubnis, Aufenthaltsbewilligung, Visa manchmal schon mehr das Monatsgehalt eines lokalen Arbeiters zu bezahlen hat. Daneben etablieren sich, noch auf Bootsreisende spezialisierte Unternehmen, wie Marinas, Reparaturunternehmen und sonstige Dienstleistungsunternehmen die zum Teil fantastische Preisvorstellungen haben. So verlangt eine Marina in Costa Rica im Jahre 2008 pro Tag 40 US Dollar für das Anlegen mit dem Beiboot! Oder in Panama bezahlt man für das Anlegen an der Tankstelle um (teurer als an der Tankstelle an der Straße) Treibstoff zu bunkern noch zusätzlich 25 US Dollar „Anlegegebühr“.

Ein weiterer beliebter "Sport" ist, kostenpflichtige Bojen auszulegen (für die natürlich keine Gewähr übernommen wird) und damit ganze Ankerbuchten zuzupflastern.

Man darf also nicht überrascht sein das hier ein, je nach Region, unterschiedlicher Einfallsreichtum an der Bordkasse nagt.

Die Schiffskosten:

Dieser Bereich hat eine enorme Entfaltungsmöglichkeit. Auf der Hand liegt das bei einem größeren und aufwendiger ausgestattetes Schiff auch mit entsprechend höheren Wartungskosten zu rechnen ist. Auch eine Kaskoversicherung nimmt mit dem Versicherungswert der Yacht natürlich proportional zu.

Auch die handwerklichen Fähigkeiten der Crew und deren Improvisationstalent haben einen wesentlichen Einfluss auf die Instandhaltungs- und Reparaturkosten. Muss für jede Kleinigkeit ein Mechaniker/Elektroniker/Bootsbauer an Bord oder legt man selbst Hand an.
Der Zustand der Yacht bei Reiseantritt ist natürlich ein wichtiger Faktor.

Marinakosten auf den Reisezeitraum gerechnet, sind klarerweise anhängig von der Schiffsgröße und dem Bedürfnis in einer Marina zu liegen.

Zusätzlich zur Pflege bestimmt oft Glück oder Pech, was alles kaputt wird oder nicht.
Und das alles wird stark davon beeinflusst, in welchem Fahrgebiet man sich bewegen will.

Auch kann man schwer sagen: Dieses Land ist teuer und dieses ist billig.

So wird zum Beispiel Französisch-Polynesien häufig wegen seiner teuren Lebensmittel beklagt. Wenn man aus Lateinamerika kommt, stimmt der Eindruck auf den ersten Blick. Aber wenn man ins Detail geht, bezahlt man im Gegenzug fast nichts fürs Einklarieren (in Panama ca. 100 US$) und bekommt in den Marquises oder Gambier Inseln jede Menge frische Früchte geschenkt.

In Südostasien ist das Essen in Lokalen zum Teil so lächerlich billig, dass man sich überlegen muss, die Bordküche zu bemühen. Diese Frage wird sich in Skandinavien bei gleichem Budget nicht so häufig stellen. Dafür entfallen in Oslo möglicherweise die Transportkosten für den dringend benötigten (und in Oslo verfügbaren) Ersatzteil. Und diese Transportkosten können in SO-Asien schon mal die Teilekosten übersteigen.

Zusammenfassen kann man eine Aussage so und soviel kostet eine Reise nicht pauschal treffen. Zuviel hängt von den persönlichen Gepflogenheiten, dem Reisegebiet, der Yacht und deren Ausstattung ab. Schwierig ist es abzuschätzen, worauf man verzichten kann und will, vor allem wenn die Reise nicht nur ein paar Wochen, sondern einige Jahre dauern soll.

Auf alle Fälle ist anzuraten, einen finanziellen Polster für unvorhergesehene Ereignisse einzuplanen.
   
   
   

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