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El Niño 2014/15

Die letzten Vorhersagen für das Auftreten eines El Niño liegen bei 70% für die nördliche Halbkugel im Sommer und erreichen 80% im Herbst und Winter.

Dies ist nur eine der aktuell kursierenden Nachrichten rund um das Phänomen El Niño.

Was bedeutet das aber für uns Segler?

Zuerst wollen wir die Herkunft von „El Niño“ erörtern.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde festgestellt, dass am nördlichen Teil der Westküste Südamerikas die Wassertemperaturen fallweise spürbar wärmer waren. Aufgetreten ist dieses Phänomen insbesondere gegen Jahresende. Daher der spanische Name „El Niño“ (das Kind) was den Bezug zur Weihnachtszeit also Christi Geburt herstellen soll.

Zyklon über den Fiji InselnDiese Erwärmung des Oberflächenwassers hatte für die Fischerei weitreichende Folgen. Im Normalfall steigt in dieser Region aufgrund loklaler Strömungen kälteres und nährstoffreiches Wasser aus der Tiefe empor. Durch den „El Niño“ wird diese Strömung stark reduziert. Durch die daraus resultierende Verringerung des Nahrungsangebotes wandern die Fische in nährstoffreichere Gebiete ab und die Fischerei haben enorme Einbußen.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als die technischen Möglichkeiten zur Beobachtung von klimatischen Veränderungen, vor allem durch Satellitenmessungen, stark verbessert wurden, erkannte man, dass das Phänomen weitaus umfangreicher war als ursprünglich angenommen.

„El Niño“ betrifft nicht nur den nördlichen Teil der Südamerikanischen Westküste, sondern er beeinflusst einen wesentlichen Teil des äquatorialen Pazifiks!

viele Fische wandern abIn einem normalen, also einem „nicht El Niño Jahr“ ist die Wassertemperatur im westlichen Pazifik höher als im östlichen Teil des Ozeans.

In einem „El Niño Jahr“ erstreckt sich die wärmere Wassermasse weit über den zentralen bis in den östlichen Teil des Pazifiks. In extremen Jahren kann diese warme Wassermasse die südamerikanische Nordküste erreichen und die oben angeführten Probleme hervorrufen.

Die Forschungen haben weiters ergeben, dass sich die erhöhten Wassertemperaturen auch auf die Atmosphäre auswirken, beispielsweise auf die durchschnittliche Flächenpressung über Teile des Pazifiks.

Dies hat wiederum zur Folge, das sich die Windmuster verändern. Und diese Änderung betrifft nicht mehr nur den Pazifik, sondern diese Abnormalitäten umspannen den ganzen Globus.

Der Fortschritt in der Erforschung „El Niño's“ erlaubt mittlerweile auch Prognosen über die künftige Entwicklung.

in der Vuda Point MarinaIn einem "El Niño – Jahr" neigen die Wirbelstürme im Nordatlantik dazu verringert zu werden. Die veränderten Windmuster führen zu einer Verstärkung der Winde in höheren Ebenen, was die Entwicklung von Wirbelstürmen behindert.

Im Pazifik hingegen kommt es zu einer Intensivierung der Wirbelsturmaktivitäten. Im südlichen Pazifik neigen die Cyclone in der kritischen Saison (Dezember bis März) in einem El Niño Jahr dazu, weiter nach Osten, bis über französisch Polynesien zu ziehen.
Dies ist besonders für all diejenigen zu berücksichtigen, die möglichst früh im Jahr von Panama zu den Marquiesas oder den Gambier Inseln segeln möchten.

Als weiteres Merkmal ausgeprägter El Niño Aktivitäten ist eine Veränderung der Saisonal vorherrschenden Windsituation zu beachten. Durchschnittlich sind die Windgeschwindigkeiten des Passats nicht nur geringer zu erwarten auch die Richtung ist in ihrer Konstanz unzuverlässiger als in normalen Jahren.

Dies kann längere Reisezeiten verursachen und auch Westwindlagen treten häufiger auf.

Wirbelstürme, Zyklone, HurrikansJe weiter man sich von der Äquatorregion entfernt, desto geringer sind die Auswirkungen des Wetterphänomens.

Im nördlichen Pazifik ist durch eine veränderte Jet Stream Konfiguration mit verstärkt auftretenden Hurrikanen im zentralen und östlichen Quadranten des Pazifik zu rechnen.

An der nordamerikanischen Westküste ist häufiger Starkwind anzutreffen, was eine Reise entlang der Küste der USA nach Mexiko erschweren kann. Aber auch weiter draußen auf hoher See ist man gefährdet.

Tendentiell ist auch die Starkwindhäufigkeit im Golf von Mexiko höher als sonst, vor allem in der Wintersaison, der Hauptsegelzeit in diesem Gebiet.

Die Wetterkarten sollte man genau studieren bevor man ablegt!All diese Erkentnisse dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich dabei zu einem wesentlichen Teil um statistische Werte handelt.

Diese sind zwar über einen langen Zeitraum gut dokumentiert, aber ob die Wetterabnormitäten überhaupt und wenn ja in welcher Stärke auftreten ist nicht mit Sicherheit vorherzusagen.

Sicherheit hat Vorrang, niemand segelt gerne in schlechtes Wetter!

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