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Wetter allgemein

cool imagePraktisch jeder der zum ersten Mal durch die karibische Inselwelt segelt, wird von dem konstanten Wind und Sonnenschein beeindruckt sein.

Da macht Segeln Spaß! Zur Beruhigung kann man sagen, dass das Wetter in den Tropen rund um die Erde meist besser ist als in Europa.

Der Seglerspruch: der Wind kommt, wenn überhaupt, immer aus der falschen Richtung stammt nicht von hier.

Die Karibik bildet jedoch auch in der weltweiten Wetterküche eine Ausnahme. In kaum einem anderen Seegebiet weht so konstant der Wind aus einer Richtung nämlich aus Osten. Wenn man dort die Wetternetze über einen längeren Zeitraum abhört, wird dort meist von 15 bis 20 Knoten Wind aus östlicher Richtung gesprochen.

SquallManchmal etwas nördliche oder südliche Tendenz, die Abweichungen sind aber eher gering. Wirklichen Westwind gibt es nur an der Rückseite von Wetterstörungen oder, wenn auch sehr selten, entlang der südamerikanischen Nordküste durch Landeinflüsse..

Diese, als Passat bekannten, zuverlässigen Winde haben schon Kolumbus über den Atlantik gebracht. Jahrhunderte bildeten sie die Basis für den internationalen, ozeanübergreifenden Handel. Darum wird der Passat im Englischen auch als „Trade Wind“ also als „Handelswind“ bezeichnet.

Schon im Pazifik ist der Wind aber weit weniger zuverlässig als in der Karibik. Trotzdem kann man der Wettervorhersage fast immer vertrauen und einigermaßen gut und mit Backstagsbrise über den größten aller Ozeane segeln.

Dieses Wetterphänomen konstanter Winde, die sich meist über die großen Ozeane ausbreiten, resultieren aus der Sonneneinstrahlung und der damit unterschiedlichen Erwärmung des Globus und aus der Drehung der Erde.

Die warme Luft in Äquatornähe steigt auf in größere Höhen und saugt damit in Bodennähe die Luft an. Die nachströmende Luft wird durch die Erddrehung abgelenkt und bildet die Passatwinde.

Der Bereich erstreckt sich vom Äquator bis in etwa 20 Grad Nord bzw. Süd. Nach einer Übergangszone mit wechselnden Windrichtung bewegt sich dann die Luft von West nach Ost. So war es schon früh möglich, abhängig von der geografischen Breite, die Ozeane in beide Richtungen zu überqueren.

Die Übergangszonen, wie der Äquatorstreifen, mit schwachen, wechselnden Winden, sind als Kalmenzonen bekannt und schon immer in der Segelschifffahrt gefürchtet.

Die konstanten Winde bewirken auch eine Strömung des Wassers in die gleiche oder zumindest ähnliche Richtung. Durch verschiedene Einflüsse werden diese Strömungen manchmal abgelenkt und sogar umgekehrt. Als bekanntestes Beispiel sei hier „El Ninjo“ genannt. Diese Umkehr der Strömungen im Pazifik beeinflusst regelmäßig die Wettersituation rund um die Erde.

All diese Winde werden von den Landmassen stark beeinflusst. Da sich das Land tagsüber wesentlich stärker erwärmt als die Wasseroberfläche und nachts schneller wieder abkühlt, kommt es zu lokalen Wetterphänomenen. Stichwort Land- und Seewinde wie wir sich auch auf Binnenseen erleben. Das ist auch eine Erklärung für die relativ unzuverlässigen Winde im Mittelmeer.

Die riesigen Landmassen, die rund um unseren Planeten sehr unterschiedlich aufgeteilt sind, führen sogar soweit, dass im Indischen Ozean die Monsunwinde saisonal Ihre Grundrichtung ändern. So ist es möglich, ein halbes Jahr in Richtung Osten und das andere halbe Jahr in Richtung Westen zu segeln.

Schon die Seefahrer der Antike nutzten diese Monsunwinde für Ihre Handelswege aus.

In den hohen südlichen Breiten findet man hingegen kaum Festland, das Wind und Wellen behindert. So können diese Westwinde weitgehendst ungehindert um den Globus toben, was zu bekannt stürmischen Ecken wie Kap Hoorn, Kap der Guten Hoffnung und Kap Leeuwin führt.

Entwicklung eines Cyclons bei FidschiEine Besonderheit des Wetters bildet sich in tropischen Gewässern, wenn einige Faktoren zusammenstimmen. Sobald die Wassertemperatur 27 °Celsius übersteig, und die Corioliskraft (so nennt man die Ablenkungskraft durch die Erdrotation) ein benötigtes Minimum überschreiten können tropische Wirbelstürme entstehen. Die Corioliskraft, die zur Entstehung eines Wirbelsturms nötig ist, tritt erst ab ca. 5 Grad Nord oder Süd auf. In unmittelbarer Äquatornähe gibt es keine tropischen Wirbelstürme. Sie können auch nicht über den Äquator auf die andere Halbkugel wechseln.

Wasser hat eine wesentlich bessere Eigenschaft um Temperatur und damit Energie zu speichern als Luft. 3 m tiefes Meerwasser kann die gleiche Wärmeenergiemenge speichern wie die gesamte Atmosphäre darüber. Sobald die Energiemenge ausreicht, was ab rund 27 Grad (bis in eine Wassertiefe von mindestens 50m) der Fall ist, besteht die Gefahr der Bildung eines Hurrikans, Zyklons, Taifuns oder Willy Willy wie die unterschiedlichen Namen lauten.im Inneren des Cyclons

Welche Energie diese zerstörerischen Stürme dem Meer entziehen, kann man nachvollziehen, wenn man sich die Oberflächentemperaturen des Meeres unmittelbar  nach Durchzug eines Hurrikanes ansieht.

Die im Atlantik auftretenden Hurrikanes haben relativ genau vorhersagbare Zugbahnen. Sie bilden sich meist vor der afrikanischen Küste und ziehen dann in Richtung  Antillenbogen. Dort werden sie mehr oder weniger stark nach Norden abgelenkt.

Anders im Südpazifik. Dort entstehen die Zyklone im westlichen Teil des Ozeans und ziehen dann Richtung SO, ändern aber oft ihre Richtung und kehren bisweilen sogar um. Im Nordpazifik bewegen sich die Stürme meist von der mexikanischen Küste hinaus auf das offene Meer, in den westlichen Nordpazifik auf die Philippinen und Japan zu. Dieser Teil der Erde wird übrigens das ganze Jahr von Zyklonen heimgesucht.

und die AuswirkungenDamit diese Temperatur erreicht wird, erfordert es eine Menge an Sonneneinstrahlung, welche fast ausschließlich im Sommer auftritt.

Die Hauptreisezeit in tropischen Gewässern ist somit der Winter. Auf der Nordhalbkugel November bis Mai und auf der Südhalbkugel April bis November.

Ein anderer wesentlicher Unterschied zwischen Nord und Südhalbkugel liegt in der Drehrichtung der Wettersysteme. Tropische Wirbelstürme sind grundsätzlich Tiefdruckgebiete die sich auf der Nordhalbkugel gegen den Uhrzeiger und auf der Südhalbkugel mit der Uhr.

Bei der Interpretation von Wetterkarten muss man das natürlich auch berücksichtigen.

   
   
   
   

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